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Luxtoday

Preise des verarbeitenden Gewerbes in der EU: moderates Wachstum bei lokalen Gegensätzen

Zuletzt aktualisiert
03.04.25
European Union

Planet Volumes, Unsplash

Eurostat zufolge stieg der Preisindex der Industrie in der Eurozone im Februar 2025 im Vergleich zum Januar um 0,2%, in der EU um 0,3%. Dies ist eine Verlangsamung im Vergleich zum Januar, als das Wachstum 0,7% bzw. 0,8% betrug. Auf Jahresbasis zeigt der Index jedoch eine deutliche Erholung und stieg in der Eurozone um 3,0% und in der EU um 3,1%.

Energie war ein wichtiger Wachstumstreiber: Die Preise in diesem Sektor stiegen im Vergleich zum Februar 2024 um 7,4%. Auch in den Sektoren Investitionsgüter (+1,6% in der Eurozone) und Konsumgüter gab es ein moderates Wachstum.

Unter den EU-Ländern verzeichneten Estland (+9,5%), Rumänien (+4,8%) und Bulgarien (+2,5%) die größten monatlichen Zuwächse. Den Gegenpol bildet Irland mit einem Rückgang von -4,9%, sowie Frankreich und die Slowakei (-0,8%). Luxemburg war ebenfalls im Minus: -0,3% gegenüber Januar und -5,6% gegenüber Februar letzten Jahres, der größte Rückgang in der EU.

Ohne den Energiesektor beträgt das Wachstum in der Eurozone nur 1,4 % im Jahresvergleich - ein Beweis für einen insgesamt gedämpften Inflationsdruck, trotz der Spitzenwerte in einzelnen Ländern. Besonders bemerkenswert sind die starken Preissteigerungen in Bulgarien (+19 % im Jahresvergleich), Irland (+12,8 %) und Estland (+12,7 %).

Diese Schichtung ist sowohl auf strukturelle Unterschiede in der Produktion als auch auf die Auswirkungen lokaler Faktoren, einschließlich der Steuer- und Energiepolitik und der Lieferketten, zurückzuführen. Während in einigen Ländern ein industrieller Aufschwung zu verzeichnen ist, stehen andere aufgrund hoher Kosten oder rückläufiger Nachfrage weiterhin unter Druck.

Die Daten deuten darauf hin, dass der Industriesektor der EU weiterhin empfindlich auf Energiepreisschwankungen und makroökonomische Schocks reagiert. In Verbindung mit den Unsicherheiten im internationalen Handel könnte dies in den kommenden Monaten für uneinheitliche Preise sorgen.

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03.04.25

Fotos aus diesen Quellen: Planet Volumes, Unsplash

Autoren: Alex