facebook
Luxtoday

ArcelorMittal hat Berichte zurückgewiesen, wonach 1.150 Arbeitsplätze in Luxemburg gefährdet seien.

Zuletzt aktualisiert
05.02.26
ArcelorMittal Luxembourg

yasin hemmati, Unsplash

Die Nachricht, dass im Rahmen einer europaweiten Umstrukturierung bis zu 1.150 Arbeitsplätze bei ArcelorMittal Luxemburg gefährdet sein könnten, hat zu heftigen Debatten unter Gewerkschaften, Medien und dem Unternehmen selbst geführt. Grund dafür war die Meldung, dass bis zu 5.600 Arbeitsplätze von Europa nach Indien verlagert werden könnten, wovon rund 20 Länder und vor allem die Bereiche IT, Logistik und technische Wartung betroffen wären.

Der LCGB-Vertreter Robert Fornieri erklärte gegenüber RTL, dass er von dieser Entwicklung nicht überrascht, aber enttäuscht sei. Er kritisierte die Strategie, mit der ArcelorMittal seiner Meinung nach europäische staatliche Beihilfen nutzt, um sich vor dem Wettbewerb zu schützen, und dann eine Verlagerung oder den Abbau von Arbeitsplätzen in Betracht zieht, um die Rentabilität zu steigern. Fornieri bestätigte, dass die Diskussionen auf europäischer Ebene tatsächlich Tausende von Arbeitsplätzen betreffen.

Gleichzeitig bleibt die Lage in Luxemburg ungewiss. Nach Angaben eines Gewerkschaftsvertreters wird der soziale Dialog fortgesetzt, und es bestehen Branchenvereinbarungen im Stahlsektor, wobei derzeit eine neue Vereinbarung ausgehandelt wird. In diesem Rahmen wird die Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland als inakzeptabel angesehen, da sie dem Geist der dreiseitigen Vereinbarung widerspricht, in der sich der Staat, die Arbeitgeber und die Gewerkschaften darauf einigen, Umstrukturierungen durch soziale Maßnahmen zu unterstützen, ohne jedoch Arbeitsplätze zu verlagern.

ArcelorMittal wiederum wies Behauptungen über einen massiven Stellenabbau zurück. Ein Unternehmensvertreter erklärte, dass die auf der Sitzung des Europäischen Betriebsrats diskutierten Zahlen lediglich das Ausmaß des in Betracht gezogenen Szenarios widerspiegelten und nicht die endgültigen Entscheidungen. Ihm zufolge sind Behauptungen, dass Tausende von Arbeitsplätzen nach Polen oder Indien verlagert werden sollen, nicht wahr.

Was Luxemburg betrifft, so bezeichnete das Unternehmen Berichte über die Zahl der „gefährdeten” Arbeitsplätze als unzutreffend. ArcelorMittal betonte, dass Fragen im Zusammenhang mit der Organisationsstruktur, dem Personalbestand, Investitionen und der Stärkung der Rolle der globalen Zentrale, einschließlich des Einsatzes künstlicher Intelligenz, derzeit in einem dreiseitigen Format diskutiert werden. Somit sind noch keine endgültigen Entscheidungen getroffen worden, und der Verhandlungsprozess bleibt ein entscheidender Faktor für die weitere Entwicklung der Situation.

Feedback senden
Zuletzt aktualisiert
05.02.26

Fotos aus diesen Quellen: Yasin Hemmati, Unsplash

Autoren: Alex Mort