Depressionen sind mittlerweile der Hauptgrund für Fehlzeiten von Mitarbeitern am Arbeitsplatz

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Nach offiziellen Zahlen, die von Gesundheitsministerin Martine Deprez vorgelegt wurden, ist Depression zur häufigsten Ursache für vorübergehende Arbeitsunfähigkeit bei Beschäftigten in der Privatwirtschaft geworden. Im vergangenen Jahr entfielen 17,5 Prozent aller Krankheitstage auf diese Erkrankung, was einen deutlichen Anstieg gegenüber den 14,8 Prozent im Jahr 2016 darstellt. Nach einem kurzen Rückgang in den Jahren 2020 und 2022 ist der Anteil dieser Krankheitstage stetig gestiegen. Bemerkenswert ist, dass andere psychiatrische Störungen statistisch weiterhin unbedeutend sind und weniger als 1 Prozent der insgesamt verlorenen Arbeitstage ausmachen.
Eine Analyse der Dauer von Krankschreibungen zeigt, dass die durchschnittliche Dauer der Arbeitsunfähigkeit aufgrund einer Depression in den letzten Jahren bei 27–28 Tagen lag. Bis 2023 waren Frauen im Durchschnitt 2,4 Tage länger krankgeschrieben als Männer; bis 2024 hatte sich dieser geschlechtsspezifische Unterschied jedoch vollständig aufgelöst, sodass die Dauer für beide Geschlechter bei 27,8 Tagen lag. Zudem hängt die Dauer der Genesung direkt vom Alter der Beschäftigten ab: Während junge Berufstätige im Alter von 20 bis 24 Jahren durchschnittlich 17 Tage fehlen, verdoppelt sich dieser Wert bei Arbeitnehmern über 60 fast auf 33,2 Tage. Insgesamt steigt der Anteil der Beschäftigten, die aufgrund einer Depression krankgeschrieben sind, im Verhältnis zur gesamten erwerbstätigen Bevölkerung stetig an.
Branchenspezifische Statistiken zeigen erhebliche Ungleichheiten auf dem Arbeitsmarkt. Die längsten krankheitsbedingten Ausfallzeiten aufgrund von Depressionen wurden im Jahr 2024 im Hotel- und Gaststättengewerbe verzeichnet, wo der Durchschnitt bei 33,7 Tagen lag. Im Gegensatz dazu verzeichneten die Bereiche öffentliche Verwaltung und Bildungswesen mit 23,4 Tagen die niedrigsten Werte. Gleichzeitig wurde der größte Anstieg der Anzahl der Tage der Arbeitsunfähigkeit aufgrund von Depressionen in den letzten acht Jahren im Baugewerbe (ein Anstieg um 35,9 Prozent), im Sektor „Sonstige Dienstleistungen“ (21,6 Prozent) und in der Landwirtschaft (20,3 Prozent) verzeichnet. Demgegenüber wiesen die Industrie und das Gesundheitswesen mit 1,8 Prozent bzw. 1,9 Prozent die niedrigsten Wachstumsraten auf.





