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Luxemburg gehört zu den drei EU-Ländern mit der höchsten Beschäftigungsquote

Zuletzt aktualisiert
26.11.25
Working people in Luxembourg

Annie Spratt, Unsplash

Luxemburg ist einer der EU-Spitzenreiter, was den Anteil der Haushalte betrifft, in denen fast alle Bewohner im erwerbsfähigen Alter einer Arbeit nachgehen. Nach neuen Eurostat-Daten fallen nur 3,9 % der Haushalte im Land unter die Definition "mit sehr geringer Erwerbstätigkeit" - das bedeutet, dass die Erwachsenen (bis 64 Jahre) in diesen Familien nicht mehr als 20 % der möglichen Anzahl von Arbeitsstunden im Jahr arbeiten. Im Vergleich dazu liegt der EU-Durchschnitt bei 7,9 %, und in einigen Ländern wie Belgien (11,4 %) oder Deutschland (10 %) ist er dreimal so hoch.

Nur Slowenien liegt mit einem noch beeindruckenderen Ergebnis - 3,5 % solcher Haushalte - vor Luxemburg. Die Situation in den nächsten Nachbarländern - Frankreich (8,7 %), Deutschland und Belgien - ist dagegen weit weniger optimistisch: Jede zehnte Familie ist dort fast nicht erwerbstätig.

Dieser Indikator spielt eine Schlüsselrolle in der EU-Strategie zur Verringerung des Risikos der sozialen Ausgrenzung und der Armut. Die Europäische Säule sozialer Rechte zielt darauf ab, dass bis 2030 mindestens 78 Prozent der Bevölkerung im Alter von 20 bis 64 Jahren erwerbstätig sein und mindestens 60 Prozent der Erwachsenen eine jährliche Ausbildung absolvieren sollen. Ein nachhaltiges Maß an Familienbeschäftigung wird als wichtig angesehen, insbesondere im Kampf gegen Kinderarmut: Die EU plant, 15 Millionen Menschen, darunter 5 Millionen Kinder, aus dem Erwerbsleben herauszuholen.

Doch hinter den glänzenden Statistiken verbirgt sich ein beunruhigender Trend. Die Agentur für Beschäftigungsentwicklung (ADEM) gab kürzlich bekannt, dass der Druck auf dem luxemburgischen Arbeitsmarkt zunimmt. Dies gilt insbesondere für hochqualifizierte Fachkräfte mittleren Alters, bei denen die Arbeitslosigkeit zunimmt. Dies deutet auf eine Diskrepanz zwischen den makroökonomischen Indikatoren und den strukturellen Problemen auf dem Arbeitsmarkt hin - die Beschäftigung ist hoch, aber nicht einheitlich und nicht immer nachhaltig.

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26.11.25

Fotos aus diesen Quellen: Annie Spratt, Unsplash

Autoren: Alex Mort