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Der Riesen-Bärenklau erobert Luxemburg

Zuletzt aktualisiert
11.05.26
Hogweed in Luxembourg

Isabella Struck, Unsplash

In dieser Saison haben die luxemburgischen Behörden besondere Besorgnis über die frühe Blüte des Sosnowski-Bärenklaus geäußert – einer Pflanze, die auf den ersten Blick wie eine Zierpflanze wirkt, jedoch eine ernsthafte Gefahr für die öffentliche Gesundheit darstellt. Laut Paul de Jager, Vizepräsident des luxemburgischen Wanderverbandes, unterschätzen die Einwohner des Landes die Gefahr oft und verwechseln den Riesen-Bärenklau mit der harmlosen Gefleckten Hemlocktanne. Diese Verwechslung hat schwerwiegende Folgen: Im vergangenen Jahr mussten zwei Erwachsene und ein Kind mit schweren Hautverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden. 

Die größte Gefahr, die von der Pflanze ausgeht, liegt in der Phototoxizität ihres Saftes. Bei Hautkontakt entzieht er den Zellen ihren Schutz vor ultravioletter Strahlung, was bei Sonneneinstrahlung zu Verbrennungen bis zum dritten Grad führen kann. Solche Wunden heilen äußerst langsam und erfordern eine fachärztliche Behandlung. Inzwischen hat sich das Problem in den letzten fünf Jahren aufgrund der ungewöhnlich schnellen Ausbreitung des Unkrauts weit verbreitet. Experten stellen fest, dass der Riesen-Bärenklau neue Gebiete 100 Mal schneller erobert als einheimische Pflanzenarten.

Die Pflanze breitet sich vor allem an Straßenrändern, Flussufern, auf Wiesen und in privaten Gärten aus. Bemerkenswert ist, dass bestimmte Arten von Vogelfutter zu einem Verbreitungsweg für die Samen geworden sind, was dazu beiträgt, dass dieser giftige Riese sogar in gepflegten Parkanlagen auftaucht. Experten des Naturparks Haute-Sûre betonen, dass die Pflanze äußerst widerstandsfähig ist und aktiv Mülldeponien und Brachflächen besiedelt, wo sie undurchdringliche Dickichte bildet.

Der Luxemburger Wanderverband rät der Öffentlichkeit dringend davon ab, das Unkraut selbst zu entfernen. Selbst erfahrene Gärtner erleiden oft Verletzungen, wenn sie den Riesen-Bärenklau mit gewöhnlichem Unkraut verwechseln und keine Schutzausrüstung tragen. Um diese gefährliche Pflanze sicher zu entfernen, sollten Sie sich an die Fachstelle Neobiota oder die Experten des EFOR-ERSA-Büros wenden, die über die erforderliche Ausrüstung zur Beseitigung der Pflanze verfügen. Wanderer und Spaziergänger werden dringend gebeten, im Gebiet von Ehlerange und anderen abgelegenen Teilen des Landes, wo diese invasive Art am häufigsten vorkommt, besonders wachsam zu sein.

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11.05.26

Fotos aus diesen Quellen: Isabella Struck, Unsplash

Autoren: Alex Mort