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Luxtoday

Luxemburg setzt Maßstäbe in der Kardiologie

Zuletzt aktualisiert
06.04.26
Cardio centre in Luxembourg

Zyanya Citlalli, Unsplash

Das Émile-Mayrisch-Krankenhauszentrum (CHEM) (Centre Hospitalier Émile Mayrisch) wurde offiziell als Kompetenzzentrum im Bereich der kardiologischen Bildgebung anerkannt. Das entsprechende Zertifikat wurde von der Deutschen Röntgengesellschaft ausgestellt, womit das Krankenhaus als erste medizinische Einrichtung in Luxemburg und der Großregion diesen hohen Status erhält. Diese Akkreditierung bestätigt, dass Qualität, Sicherheit und medizinische Kompetenz bei Herzuntersuchungen den strengsten internationalen Kriterien entsprechen.

Der Radiologe Dr. Georges Weyrich wies darauf hin, dass die Verleihung dieses „Gütesiegels“ das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit aller Mitarbeiter sowie eines hohen Kompetenzniveaus in den Bereichen Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT) sei. Die Zertifizierung ist kein einmaliges Ereignis: Sie ist fünf Jahre lang gültig und beinhaltet eine kontinuierliche Überwachung der Arbeit des Teams, einschließlich anonymer Stichprobenkontrollen der Untersuchungsergebnisse durch DRG-Experten. Laut Dr. Weyrich sorgt ein solches externes Audit für die notwendige Transparenz und garantiert, dass Patienten möglichst genaue und zuverlässige Ergebnisse erhalten.

In den letzten Jahren hat die Radiologieabteilung des CHEM verstärkt Technologien der künstlichen Intelligenz integriert, um die Bildqualität weiter zu verbessern. Prävention hat weiterhin Priorität, insbesondere für Risikogruppen – Patienten mit Bluthochdruck, hohem Cholesterinspiegel oder Raucher. Das Zentrum setzt zwei sich ergänzende Verfahren ein: Die CT dient in erster Linie dazu, den Zustand der Arterien im Detail auf Verengungen oder Verstopfungen zu untersuchen, während die MRT die Beurteilung der Herzmuskelfunktion und die Erkennung von Erkrankungen wie Myokarditis ermöglicht, die mit der CT nicht diagnostiziert werden können.

Das Ausmaß der Arbeit des Zentrums wird durch die Statistiken belegt: Im vergangenen Jahr unterzogen sich rund 2.500 Menschen einer Herz-CT-Untersuchung, während weitere 300 Patienten zur MRT-Untersuchung überwiesen wurden. Valentin Vanvinckenroye, Leiter der Abteilung für Radiologie, erklärte, dass die Wahl der Diagnosemethode stets individuell abgestimmt werde und von den jeweiligen klinischen Anforderungen abhänge.

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06.04.26

Fotos aus diesen Quellen: Zyanya Citlalli, Unsplash

Autoren: Alex Mort