Luxemburg hat einen neuen biometrischen Reisepass vorgestellt

Editpress/Hervé Montaigu
Außenminister Xavier Bettel hat eine überarbeitete Version des luxemburgischen Reisepasses vorgestellt, an der seit drei Jahren gearbeitet wurde. Die wichtigste administrative Änderung ist die Verlängerung der Gültigkeitsdauer des Dokuments von fünf auf zehn Jahre. Nach Prognosen der Regierung wird dies die Zahl der Eilanträge auf Ersatz abgelaufener Dokumente verringern, die derzeit bis zu 40 % aller Anträge ausmachen.
Die Modernisierung ist durch die Notwendigkeit bedingt, den aktuellen internationalen Sicherheitsstandards zu entsprechen. Das neue Design enthält Sicherheitsmerkmale, die nur unter ultraviolettem Licht sichtbar sind, darunter die Umrisse der Landesgrenzen und Abbildungen bedeutender architektonischer Wahrzeichen: der Großherzogliche Palast, das Gëlle-Fra-Denkmal, die Philharmonie und das Mudam-Museum. Zudem ist das Foto des Inhabers nun in Farbe, was die Genauigkeit der Identitätsprüfung verbessert.
Statistiken zeigen einen starken Anstieg der Nachfrage nach der luxemburgischen Staatsbürgerschaft. Während im Jahr 2014 etwas mehr als 31.000 Anträge auf Ausstellung eines Reisepasses verzeichnet wurden, lag diese Zahl im Jahr 2024 bereits bei über 60.000. Dieser Anstieg ist sowohl auf die geänderten Einreisebestimmungen für das Vereinigte Königreich nach dem Brexit als auch auf die aktive Wiedererlangung der Staatsbürgerschaft durch im Ausland lebende Personen zurückzuführen.
Die geografische Verteilung der Anträge bestätigt den internationalen Charakter des luxemburgischen Dokuments. Im vergangenen Jahr führte Brasilien die Liste hinsichtlich der Anzahl der eingereichten Anträge an (2.516), gefolgt von den Vereinigten Staaten (1.608) und dem Vereinigten Königreich (489). Unter den europäischen Ländern waren Einwohner aus Belgien, Frankreich und der Schweiz am aktivsten. Trotz technologischer Innovationen bleibt das Hauptziel der Reform die Vereinfachung der Abläufe für Reisende und die Verringerung des Verwaltungsaufwands für die Behörden.





