Luxemburg hat keine Pläne, die Kraftstoffpreise zu regulieren

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In einem Interview mit dem „Luxemburger Wort“ erläuterte Wirtschaftsminister Lex Delles die Haltung der Regierung zu den rekordhohen Benzin- und Dieselpreisen. Dem Minister zufolge ist die derzeitige Marktinstabilität auf militärische Operationen im Zusammenhang mit dem Iran zurückzuführen; die luxemburgische Regierung plant jedoch weder eine direkte Preisregulierung noch eine Senkung der Energiesteuern.
Ein zentrales Argument gegen eine Senkung der Verbrauchsteuern ist die Gefahr des „Tanktourismus“. Luxemburg hat die niedrigsten Kraftstoffsteuersätze in der Großregion, und weitere Senkungen könnten zu einem übermäßigen Zustrom von Autofahrern aus den Nachbarländern führen, was die Energiesicherheit des Landes gefährden würde. Die oberste Priorität der Regierung liegt derzeit auf der Versorgungssicherheit und nicht auf einer künstlichen Unterdrückung der Marktpreise.
Der Minister räumte ein, dass die Preise in naher Zukunft wahrscheinlich nicht wieder das Vorkriegsniveau erreichen werden. Dennoch haben die jüngsten Meldungen über einen möglichen Waffenstillstand bereits zu einem kurzen Preisrückgang an den internationalen Börsen geführt. Als langfristige Lösung schlägt die Regierung eine Umstellung auf Elektrofahrzeuge vor und fördert sowohl den Kauf von Fahrzeugen als auch die Installation von Ladestationen.
Denjenigen, die aufgrund ihres Wohnorts in ländlichen Gebieten oder der Art ihrer Arbeit nicht auf ihr Auto verzichten können, empfiehlt Lex Delles einen energieeffizienten Fahrstil. Der Minister betonte, dass die strategische Lösung zur Verringerung der Abhängigkeit von Importen fossiler Brennstoffe in der beschleunigten Entwicklung erneuerbarer Energiequellen im Inland liege.





