Das Sportmuseum in Esch steht nun im Mittelpunkt einer neuen Untersuchung

A. C., Unsplash
Der parlamentarische Haushaltskontrollausschuss hat eine eingehende Untersuchung der Umstände eingeleitet, die zur Einstellung des Projekts für ein Nationales Sportmuseum in Esch-sur-Alzette geführt haben. Obwohl das Projekt offiziell auf Eis gelegt wurde und es bereits zu einem vielbeachteten Rücktritt innerhalb der Regierung gekommen ist – Sportminister Georges Mischo trat zurück –, bestehen die Abgeordneten der Opposition darauf, dass die Untersuchung fortgesetzt wird. Die Abgeordneten konzentrieren sich dabei auf Fragen der rechtlichen Haftung und mögliche Verstöße bei der Vergabe von Aufträgen.
Ein Schwerpunkt der Untersuchung war die zwischen dem Sportministerium und einem privaten Immobilienentwicklungsunternehmen unterzeichnete Absichtserklärung. Die Abgeordneten versuchen, den Ablauf der Ereignisse zu rekonstruieren und festzustellen, zu welchem Zeitpunkt das Kabinett über die Einzelheiten des Geschäfts informiert wurde. Bislang hat der Ausschuss bereits 39 Folgeanfragen an die Regierung gerichtet, doch die Opposition hat die erhaltenen Antworten als „unbefriedigend und vage“ bezeichnet.
Von besonderem Interesse für die Untersuchung ist der Bericht der Finanzaufsichtsbehörde (IGF), der derzeit als geheim eingestuft ist. Oppositionsabgeordnete fordern die Veröffentlichung des Dokuments, da sie davon ausgehen, dass es direkte Hinweise auf Verfahrensfehler enthält. Die Situation wird dadurch erschwert, dass der ursprüngliche Bauplan für das Gebiet Lankelz aufgrund einer Bauverbotszone blockiert wurde und der anschließende Versuch, das Museum in das Gebiet Rout Lëns zu verlegen, zu Vorwürfen der Nichteinhaltung der Vorschriften für das öffentliche Beschaffungswesen führte.
Es ist geplant, den Forschungsdienst des Parlaments in das Verfahren einzubeziehen, um eine parallele Analyse der rechtlichen Aspekte des Falls durchzuführen. In nächster Zeit werden folgende Personen vor dem Ausschuss erscheinen:
- Martine Hansen – Sportministerin;
- Gilles Roth – Finanzminister;
- Yuriko Backes ist Ministerin für öffentliche Arbeiten.
Sollte die Regierung keine umfassenden Informationen vorlegen, schließt die Opposition die Einrichtung eines parlamentarischen Sonderuntersuchungsausschusses nicht aus. Die Hauptaufgabe des Ausschusses besteht derzeit darin, festzustellen, welche Beamten von den rechtlichen Hindernissen wussten und warum dieses kostspielige Projekt trotz der Empfehlungen von Experten weitergeführt wurde.





