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Luxtoday

Die portugiesische Gemeinschaft in Luxemburg hat für die extreme Rechte gestimmt.

Zuletzt aktualisiert
09.02.26
Portuguese diaspora in Luxembourg

Planet Volumes

Die in Luxemburg lebenden portugiesischen Staatsbürger haben in der zweiten Runde der Präsidentschaftswahlen erneut anders abgestimmt als die Mehrheit der Wähler in Portugal selbst. Der rechtsextreme Kandidat André Ventura, Vorsitzender der Partei Chega, erzielte hier mit 52,29 % bzw. 2.536 von 4.975 abgegebenen Stimmen die absolute Mehrheit.

Sein Rivale, der Sozialist António José Seguro, der schließlich mit 66,82 % der Stimmen einen überzeugenden Sieg auf nationaler Ebene errang, erhielt in Luxemburg nur 47,71 % der Stimmen, was 2.314 Stimmen entspricht. Damit stimmte die Diaspora im Großherzogtum erneut entgegen dem nationalen Trend.

Der Abstand zwischen den Kandidaten verringerte sich im Vergleich zur ersten Runde. Damals erhielt Ventura 42,5 % der Stimmen (1.848 von 4.398), während Segur 22,9 % (995 Stimmen) erhielt. Trotz dieses Rückgangs seines Vorsprungs gelang es dem rechtsextremen Kandidaten, seinen Vorsprung unter den Wählern in Luxemburg in der zweiten Runde zu halten.

Offizielle Daten des Sekretariats des portugiesischen Ministeriums für innere Verwaltung verzeichneten außerdem 89 leere Stimmzettel (1,79 %) und 36 ungültige Stimmen (0,72 %). Die Wahlbeteiligung blieb gering: Nur 4.975 der 41.610 registrierten Wähler nahmen teil, was einer Quote von 11,95 % entspricht. Dies ist zwar etwas mehr als in der ersten Runde, zeigt aber dennoch die schwache Mobilisierung der portugiesischen Gemeinschaft im Land.

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09.02.26

Fotos aus diesen Quellen: Planet Volumes

Autoren: Alex Mort