Es wird keine neuen Städte in Luxemburg geben.

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Innenminister Léon Gloden hat Vorschläge zur Erweiterung der Liste der Gemeinden mit Stadtrecht offiziell abgelehnt. In Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage von André Bauler, Mitglied der Demokratischen Partei (DP), erklärte der Minister, dass die derzeitige Liste von 12 Städten, darunter Luxemburg, Esch-sur-Alzette, Vianden und Wilz, unverändert bleiben werde. Das letzte Mal wurde dieser Status vor über einem Jahrhundert, im Jahr 1907, verliehen, als Dudelange, Differdange, Ettelbruck und Rumelange zu Städten wurden.
Trotz des Wunsches großer Gemeinden wie Mersch, diesen Ehrentitel zu erhalten, sieht die Regierung darin keinen praktischen Sinn. Gloden betonte, dass der Status einer Stadt im modernen Luxemburg ausschließlich symbolische Bedeutung habe. Er gewähre keine zusätzlichen gesetzlichen Rechte oder finanziellen Vorteile gegenüber gewöhnlichen Gemeinden. Darüber hinaus sehe die Koalitionsvereinbarung für 2023–2028 keine Entwicklung von Kriterien für die Verleihung eines solchen Status vor, da feste Standards schnell veralten und die besonderen Merkmale einzelner Regionen nicht berücksichtigen könnten.
Anstatt den Status zu ändern, priorisiert das Innenministerium eine qualitative Umgestaltung der Verwaltung:
Stärkung der Autonomie
Professionalisierung
Zusammenlegung von Gemeinden
Gloden legte besonderen Wert auf finanzielle Fairness. Staatliche Subventionen werden nun gleichmäßig verteilt: Jeder Einwohner und jedes Kind soll unabhängig vom Status seines Wohnortes das gleiche Leistungsniveau erhalten. Die Reformen betrafen auch die Mechanismen zum Ausgleich der kommunalen Haushalte und die Beiträge zum Beschäftigungsfonds. Damit macht das Ministerium deutlich, dass das tatsächliche Wohlergehen der Bürger wichtiger ist als der offizielle Status.





