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Luxtoday

Das Goodyear-Luftschiff wird über Luxemburg fliegen

Zuletzt aktualisiert
17.06.26
Goodyear blimp in Luxembourg

© Caroline de Plaen/RTL

Das berühmte Goodyear-Blimp-Werbeluftschiff setzt seine Europatournee nach seinem Auftritt beim legendären Rennen in Le Mans fort. Am Dienstag machte das Luftschiff Halt in Metz, Frankreich, wo der Hersteller eine Präsentation für Journalisten geplant hatte, bei der auch die Möglichkeit zu einem kurzen Flug bestand. Aufgrund ungünstiger Wetterbedingungen musste die Veranstaltung jedoch auf Mittwochmorgen verschoben werden. 

Im Laufe des Nachmittags soll das Flugzeug seine Route fortsetzen, die es über Luxemburg führen wird. Vertreter des Unternehmens haben jedoch darauf hingewiesen, dass sich der Zeitplan und die genaue Flugroute je nach Wetterbedingungen ändern können. Wer das Flugzeug am Himmel sehen möchte, kann seine Bewegungen auf der Plattform „Flightradar“ unter der Kennung D-LZFN verfolgen.

Das in Zusammenarbeit mit dem deutschen Unternehmen Luftschiffbau Zeppelin GmbH gebaute Luftschiff ist 75 Meter lang und 17,4 Meter hoch. Die Hülle des Luftschiffs ist mit Helium gefüllt, wodurch es Geschwindigkeiten von bis zu 125 Kilometern pro Stunde erreichen und bis zu 24 Stunden ununterbrochen in der Luft bleiben kann. Derzeit sind weltweit vier solcher Goodyear-Luftschiffe im Einsatz, von denen drei in den USA stationiert sind, während eines in Europa operiert. Das Luftschiff wird hauptsächlich als Werbeplattform bei großen Sportveranstaltungen genutzt, obwohl es aufgrund seiner technischen Spezifikationen bis zu 12 Passagiere befördern kann.

Die Geschichte dieser Luftfahrzeuge begann im Jahr 1917, als der erste Prototyp in Chicago getestet wurde. Ab 1955 erweiterten sich die Einsatzmöglichkeiten von Luftschiffen: Sie dienten fortan als Relaisstationen für Live-Fernsehübertragungen und als Plattformen für die Luftbildfotografie. Eines der bekanntesten Ereignisse in den USA, an dem ein Luftschiff beteiligt war, war der Super Bowl 1967, und 1973 feierte das Luftschiff bei den Rennen in Le Mans sein europäisches Debüt. 

Obwohl die Einsätze in erster Linie sportlicher und werbetechnischer Natur waren, wurden die Goodyear-Luftschiffe auch in Notfallsituationen eingesetzt. So geriet beispielsweise 1989 die „Columbia“, die über die Endrunde der US-Baseball-Meisterschaft in San Francisco berichtete, in den Wirkungsbereich eines starken Erdbebens. Die Besatzung stellte ihre Aufgaben rasch auf die Koordination der Rettungskräfte um und fungierte als Beobachtungsposten aus der Luft für die Einsatzkräfte am Boden.

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17.06.26

Fotos aus diesen Quellen: © Caroline de Plaen/RTL

Autoren: Alex Mort