Der Speedmarathon 2026 soll in Luxemburg starten

Randy Tarampi, Unsplash
Die Polizei des Großherzogtums hat ihre Teilnahme an einer groß angelegten europäischen Verkehrssicherheitskampagne bestätigt, die von Roadpol (dem Europäischen Netzwerk der Verkehrspolizei) organisiert wird. Vom 13. bis 19. April 2026 werden die Strafverfolgungsbehörden ihre Bemühungen auf die Bekämpfung von Geschwindigkeitsüberschreitungen konzentrieren – einem Hauptfaktor, der zu tödlichen Unfällen auf Europas Straßen führt.
Die Kampagne gipfelt in einem 24-Stunden-Marathon, der am Mittwoch, dem 15. April, um Mitternacht beginnt. Den ganzen Tag über werden Polizeipatrouillen landesweit intensive Kontrollen durchführen und dabei besonders auf die Hauptverkehrszeiten achten. Diese Initiative wird gleichzeitig in 20 europäischen Ländern durchgeführt und bildet so eine einheitliche Barriere gegen Rechtsverletzer auf den europäischen Autobahnen.
Ein wesentliches Merkmal der Kampagne 2026 war das hohe Maß an Bürgerbeteiligung. Die luxemburgische Polizei nutzt digitale Plattformen, um die Öffentlichkeit in die Planung von Polizeieinsätzen einzubeziehen:
- Umfrage in den sozialen Medien: Auf dem offiziellen Instagram-Account der Polizei – @policelux – sind die Nutzer dazu eingeladen, Orte für Kontrollen auszuwählen.
- Regionale Abdeckung: Diese Option wird für jede der vier Polizeiregionen verfügbar sein: Nord, Südwest, Zentrum-Ost und Hauptstadt.
- Transparenz: Aktuelle Informationen zum Stand der Inspektionen, Fotoberichte und Hinweise zur öffentlichen Sicherheit werden umgehend in den sozialen Medien veröffentlicht, um ein möglichst breites Publikum zu erreichen.
Eine ähnliche Initiative zur Einbindung der Öffentlichkeit wurde bereits erfolgreich in Kroatien und der Tschechischen Republik getestet, wo Bürger die Straßenabschnitte identifizierten, auf denen Verstöße am häufigsten vorkamen. Laut Vertretern von Roadpol verleiht dies der Kampagne einen „lokalen Charakter“ und stärkt das Vertrauen der Öffentlichkeit in das Vorgehen der Polizei.
Geschwindigkeitsüberschreitungen sind nach wie vor die häufigste Ursache für tödliche Unfälle. Das Hauptziel dieser „Marathon-Aktion“ besteht weniger darin, Verstöße zu protokollieren und Bußgelder zu verhängen, als vielmehr darin, das Bewusstsein der Autofahrer für die Risiken zu schärfen. Dennoch wird die Präsenz der Kontrollkräfte am 15. April beispiellos sein: Kontrollen sind nicht nur im Rahmen der routinemäßigen Streifenfahrten vorgesehen, sondern auch an eigens eingerichteten Kontrollpunkten im ganzen Land.
Die Behörden betonen, dass eine sichtbare Polizeipräsenz und Echtzeit-Informationen die Autofahrer dazu anregen sollen, sich verantwortungsbewusster zu verhalten, und langfristig zu einer Senkung der Unfallrate insgesamt führen sollen. Die von der Öffentlichkeit vorgeschlagenen Standorte werden in die Einsatzplanung aufgenommen, sofern Streifenwagen zur Verfügung stehen.





