Die Geschäfte schließen nicht wegen der Straßenbahn

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Letzte Woche hat die luxemburgische Abgeordnetenkammer einstimmig einen Plan zur Verlängerung der Straßenbahnlinie der Stadt von der Place de l’Étoile zum Centre Hospitalier verabschiedet. Der Plan sieht die Einrichtung einer neuen Haltestelle neben dem ehemaligen Einkaufszentrum Batiself vor. Vor dem Hintergrund dieser Nachricht haben lokale Geschäftsinhaber ihre Besorgnis zum Ausdruck gebracht, da die Mietverträge für eine Reihe von Geschäften in der Gegend mit Wirkung zum Jahresende gekündigt wurden. Yuriko Backes, Ministerin für Mobilität und öffentliche Arbeiten, wies jedoch Vorwürfe, das Verkehrsprojekt sei der Grund für die Räumung der Geschäfte, kategorisch zurück. Als Beispiel führte sie den Fall der Möbelhandelskette Roller an, die bereits vor der offiziellen Verabschiedung des Gesetzes zur Infrastrukturerweiterung die Schließung ihrer Filialen im ganzen Land angekündigt hatte.
Yuriko Backes erläuterte den Standpunkt der Regierung und betonte, dass der Ausbau des Straßenbahnnetzes unerlässlich sei, um den wachsenden Verkehrsbedarf Luxemburgs zu decken. Im Rahmen der nächsten Modernisierungsphase wird die Nationale Straßenverwaltung einen neuen Busbahnhof sowie eine Park-&-Ride-Anlage im Stadtteil Merl errichten. Gleichzeitig bleibt ein Schlüsselelement des Infrastrukturplans ein fast vier Hektar großes Grundstück, das sich derzeit im Besitz des belgischen Investmentfonds Boomerang sarl befindet. Die Regierung hat noch keine endgültige Entscheidung darüber getroffen, ob sie das für den Bau der Straßenbahntrassen erforderliche Grundstück erwerben wird.
Derzeit finden intensive Konsultationen statt, an denen Vertreter aus Strassen und Luxemburg sowie Grundstückseigentümer in dem für die Bebauung vorgesehenen Gebiet beteiligt sind. Darüber hinaus führen die zuständigen Behörden Studien durch, um die beste Vorgehensweise für die Erschließung des Geländes zu ermitteln, auf dem im Jahr 2029 mit dem Beginn umfangreicher Bauarbeiten gerechnet wird. Nach Angaben des Ministers dauern die Verhandlungen noch an, und eine endgültige Einigung wurde bislang noch nicht erzielt. Derzeit ist auch die Zukunft des an das Projekt angrenzenden weiteren Gebiets noch unklar, einschließlich der Möglichkeiten für eine Wohnbebauung.





