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Luxemburg verhängt Geldstrafe in Höhe von 1,5 Millionen Euro gegen Transportunternehmen

Zuletzt aktualisiert
20.01.26
Luxembourg fines transport operators

Getty Images

Vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2025 verhängten die Sicherheitskontrollabteilungen der luxemburgischen Zoll- und Verbrauchsteuerverwaltung (Administration des douanes et accises) nach Kontrollen auf dem Straßennetz des Großherzogtums Bußgelder in Höhe von insgesamt 1.462.056 Euro. Für ein Land, das zu einem erheblichen Teil als Transitkorridor für den internationalen Güterverkehr dient, spiegeln diese Zahlen nach Einschätzung der Behörde eine weitreichende und inakzeptable Missachtung sowohl der Verkehrsregeln als auch der einschlägigen gesetzlichen Verpflichtungen der gewerblichen Transportunternehmen wider.

Die höchsten Bußgelder – 1,078 Millionen Euro – wurden wegen Verstößen im Zusammenhang mit der Eurovignette verhängt, d. h. wegen Nichtzahlung von Mautgebühren für schwere Nutzfahrzeuge. Die Behörden bringen die Zunahme solcher Fälle direkt mit unlauterem Wettbewerb und direkten Verlusten für den Staatshaushalt in Verbindung. Dieser Faktor wird nicht nur als fiskalisches Problem angesehen, sondern auch als Verzerrung der Wettbewerbsbedingungen auf dem Straßenverkehrsmarkt.

Gleichzeitig hat ein erheblicher Teil der festgestellten Verstöße direkte Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit. Insgesamt wurden 148.930 Euro für Verstöße gegen die Lenkzeitbegrenzungen und vorgeschriebenen Ruhezeiten für Fahrer eingenommen. Diese Zahl bestätigte erneut, dass die Arbeits- und Ruhezeiten ein zentrales systemisches Problem im internationalen Verkehr darstellen. Die Verwaltung betont, dass die Übermüdung der Fahrer nach wie vor einer der Hauptrisikofaktoren für schwere Verkehrsunfälle ist, und auch 2026 wird der Kampf gegen dieses Phänomen sowohl durch Prävention als auch durch Sanktionen fortgesetzt werden.

Weitere häufige Verstöße waren die unsachgemäße Sicherung von Ladungen (43.500 € Bußgeld), die Überschreitung des zulässigen Gesamtgewichts von Fahrzeugen (23.750 €) und Verstöße gegen die Vorschriften für den Transport von übergroßen und besonderen Ladungen, sogenannte Sondertransporte (41.725 €). Weitere 126.151 € wurden für verschiedene andere Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung verhängt.

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20.01.26

Fotos aus diesen Quellen: Getty Images

Autoren: Alex Mort