Welche Bahnstrecken werden 2026 stillgelegt?

Laurent Jollet, Unsplash
2026 wird eines der arbeitsreichsten Jahre für Infrastrukturarbeiten am luxemburgischen Eisenbahnnetz sein. Die CFL hat ein Programm angekündigt, das die Verlegung von rund 30 Kilometern neuen Gleisen, den Austausch von mehr als 50.000 Schwellen und fast 50.000 Tonnen Schotter sowie die Beseitigung mehrerer Bahnübergänge umfasst. Nach 254 Arbeitstagen im Jahr 2025 betont das Unternehmen, dass es die Eisenbahn weiterhin als „Eckpfeiler des öffentlichen Verkehrs” in Luxemburg und der Großregion betrachtet.
Die meisten Arbeiten, die eine vollständige Einstellung des Zugverkehrs erfordern, sind für Schulferien und Wochenenden geplant, wenn das Passagieraufkommen geringer ist und Busverbindungen organisiert werden können. In allen Fällen von Sperrungen verspricht die CFL einen alternativen Bustransport.
Zu den wichtigsten Projekten des Jahres gehört die Fertigstellung des Verkehrsknotenpunkts Howald, der sich in der Endphase befindet: Dort sollen in der ersten Jahreshälfte vier statt zwei Gleise zur Verfügung stehen. Umfangreiche Arbeiten sind auch für den Bahnhof Bettembourg geplant, den zweitverkehrsreichsten Bahnhof des Landes, der für den Anschluss an die neue Strecke Luxemburg–Bettembourg vorbereitet wird. Gleichzeitig werden die Arbeiten zur Beseitigung von Bahnübergängen fortgesetzt, unter anderem in Dommeldange, Milbech und im Bereich des Bahnhofs Colmar-Usines. Auch in die Infrastruktur für Autofahrer wird investiert: An der Haltestelle Wecker werden neue P+R-Parkplätze gebaut, und der Parkplatz Belval-Université wird nach einem Brand wieder aufgebaut.
Der heikelste Teil des Programms bleibt die vorübergehende Sperrung von Strecken. Während der Ferien vom 14. bis 22. Februar verkehren keine Züge zwischen Luxemburg und Arlon sowie zwischen Luxemburg und Bettembourg, mit Ausnahme der TGV-Züge, die weiterhin fahren werden.
Die Osterferien vom 28. März bis zum 12. April wirken sich auf mehrere Strecken aus: Verbindungen zwischen Luxemburg und Arlon, Luxemburg und Ettelbruck und Diekirch, Bettambourg und Esch-sur-Alzette, Esch-sur-Alzette–Audun-le-Tiche und Rumelange–Noertzange.
Vom 23. bis 31. Mai werden die Strecken Luxemburg–Arlon, Luxemburg–Ettelbruck oder Diekirch und Luxemburg–Bettembourg erneut gesperrt.
Die längsten Einschränkungen gelten im Sommer. Von Mitte Juli bis Ende August sind die Strecken Bettambourg–Volmerange-les-Mines, Luxemburg–Bettambourg, Luxemburg–Thionville, Luxemburg–Esch-sur-Alzette sowie die nördlichen Abschnitte Ettelbruck–Troisvierges/Gouvy und Kautenbach–Wiltz betroffen. Weitere Arbeiten sind auch auf der Strecke Luxemburg–Wasserbillig–Trier geplant.
Die Herbstferien vom 31. Oktober bis zum 8. November bringen erneut Einschränkungen mit sich: Es verkehren keine Züge zwischen Luxemburg und Bertrange/Strassen, in Richtung Athus und Longwy sowie in Richtung Norden nach Ettelbruck und Diekirch.
Trotz des Umfangs und der Dauer der Arbeiten betont die CFL, dass gerade solche Projekte die schrittweise Beseitigung von Engpässen im Netz ermöglichen, die Sicherheit verbessern und die Eisenbahn auf das Wachstum des Personenverkehrs in den kommenden Jahren vorbereiten.





