Die Menschen in Luxemburg stellen sich der Herausforderung der WorldSkills 2026

WorldSkills
Der internationale Berufswettbewerb „WorldSkills“ wurde in Shanghai offiziell eröffnet. In den nächsten Tagen werden 1.400 junge Fachkräfte aus aller Welt in 64 Disziplinen gegeneinander antreten. Die Gewinner des Wettbewerbs, der bis zum 26. September dauert, werden als die Besten ihres Fachs auf internationaler Ebene ausgezeichnet.
Luxemburg ist bei dem Wettbewerb mit sechs Teilnehmern vertreten, die in fünf Kategorien antreten: Flugzeugwartung, digitales Bauen, Landschaftsgestaltung, Gastronomie sowie die Installation von Sanitär- und Heizungsanlagen.
Der Umfang der Veranstaltung stellt die Teilnehmer vor zusätzliche Herausforderungen. Schätzungen zufolge werden bis zu 800.000 Menschen den Wettbewerb besuchen. William Cao, ein Teilnehmer in der Kategorie „Digital Construction“, merkt an, dass es unmöglich sei, sich im Voraus auf einen derart hohen Lärmpegel und eine so große Zuschauerzahl vorzubereiten; daher plant er, Ohrstöpsel zu verwenden, um sich besser konzentrieren zu können. Den Teilnehmern im Bereich Landschaftsgestaltung, Bjarne Weber und Florian Theisen, wurde unterdessen eine besondere Herausforderung gestellt: Sie sollen einen Garten im asiatischen Stil gestalten. Laut Bjarne Weber ist das luxemburgische Team dadurch im Vergleich zu den asiatischen Spezialisten im Nachteil, für die dieser Stil zum Alltag gehört.
Die luxemburgische technische Delegierte Claudine Thoma betont, dass WorldSkills eine wichtige gesellschaftliche Funktion erfüllt, indem es den Wert der technischen Ausbildung verdeutlicht. Der Wettbewerb wurde ursprünglich nach dem Zweiten Weltkrieg ins Leben gerufen, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken – ein Problem, das auch heute noch aktuell ist. Laut Claudine Thoma sollte die berufliche Bildung nicht als Notlösung betrachtet werden, sondern als grundlegender Bestandteil des Bildungssystems, der für die Entwicklung von Industrie und Wirtschaft unverzichtbar ist.





