In Luxemburg werden 46 Personen durch das Programm "Housing First" unterstützt.

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Das Housing-First-Programm in Luxemburg zielt darauf ab, obdachlosen Menschen durch die Bereitstellung von stabilem Wohnraum und sozialer Unterstützung zu helfen. Im Gegensatz zu traditionellen Ansätzen, bei denen soziale Probleme gelöst werden müssen, bevor eine Wohnung zur Verfügung gestellt werden kann, stellt Housing First sofort eine Wohnung zur Verfügung, was dazu beiträgt, das Leben der Menschen zu stabilisieren und ihre soziale Integration zu beschleunigen.
Das Programm umfasst derzeit 46 Personen, von denen 33 in Luxemburg und 8 in Esch-sur-Alzette leben, während die übrigen über die verschiedenen Kantone des Landes verteilt sind. Im Jahr 2024 wurden 62 Personen im Rahmen des Programms unterstützt. Dies unterstreicht die Flexibilität von Housing First, das den individuellen Bedürfnissen der Teilnehmer Rechnung trägt.
Die luxemburgische Regierung entwickelt aktiv Initiativen zur Bekämpfung der Obdachlosigkeit, indem sie erschwinglichen Wohnraum ausbaut und neue Unterkünfte schafft. Im Dezember 2023 wurde in Luxemburg ein mobiles Nachtasyl eröffnet, und im März 2024 nahm in Bärburg eine Unterkunft für ältere Menschen in schwierigen Situationen ihren Betrieb auf. Neue Standorte sollen in Esch-sur-Alzette und Petange eröffnet werden, ebenso wie die Schaffung einzelner Wohnungen im Rahmen des Projekts Portes de France in Belval.
Das Ministerium für Familie und Solidarität arbeitet mit den Gemeinden und privaten Vermietern zusammen, um die Zahl der Plätze in diesem Programm zu erhöhen. Besonderes Augenmerk wird auf die Unterstützung gefährdeter Gruppen gelegt, darunter ältere Menschen und Personen, die intensive soziale Unterstützung benötigen.