Schul-Secondhand-Läden sind eine echte Rettung für den Geldbeutel der Eltern

Kimberly Farmer, Unsplash
Mit Beginn des neuen Schuljahres sehen sich Familien mit steigenden Kosten konfrontiert, doch längst nicht alle Schulartikel müssen neu gekauft werden. Seit 2023 führt das Abfallwirtschaftskonsortium SIDEC die „ReUse“-Kampagne durch, im Rahmen derer nicht mehr benötigte, aber noch gut erhaltene Gegenstände bei speziellen Recyclingzentren abgegeben werden können. Nach einer technischen Prüfung werden geeignete Gegenstände – darunter Rucksäcke, Federmäppchen und Hefte – kostenlos an neue Besitzer weitergegeben, wodurch verhindert wird, dass sie als Hausmüll enden.
Während der kurzen Laufzeit der Aktion wird eine beträchtliche Menge an Gegenständen gesammelt – rund zwei Tonnen. Wie Carlos Neves, Leiter der technischen Abteilung von SIDEC, feststellt, sind die Beweggründe der Teilnehmer unterschiedlich: Für manche steht die Verringerung ihrer Umweltbelastung an erster Stelle, während andere darin eine direkte Möglichkeit sehen, Geld zu sparen. Allerdings stößt die Initiative auf logistische Einschränkungen – Gegenstände, die bis zum Ende der Aktion nicht abgeholt wurden, können aufgrund fehlender Lagerkapazitäten erst im folgenden Jahr gelagert werden.
Das Bildungsministerium unterstützt aktiv das Konzept der Wiederverwendung von Druckmaterialien. Die „Upbooking“-Kampagne richtet sich an Schüler der Sekundarstufe und ermöglicht es ihnen, nicht mehr benötigte Schulbücher direkt über eine spezielle Online-Plattform zu tauschen. Um diesen Prozess attraktiver zu gestalten, wurde ein Belohnungssystem eingeführt: Schüler, die ein gebrauchtes Schulbuch abholen, erhalten über das MyBooks-System einen Gutschein im Wert von 50 Prozent des ursprünglichen Preises. Laut Sandra da Silva, einer Vertreterin der Abteilung für Unterrichtsmaterialien, gibt es derzeit rund 1.600 aktive Angebote auf der Plattform.





