Atemwegsinfektionen: Ergebnisse für die Woche vom 5. bis 11. Januar 2026

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Der luxemburgische Gesundheitsdienst hat einen wöchentlichen Überblick über die wichtigsten akuten Atemwegsinfektionen veröffentlicht, der einen deutlichen Anstieg der saisonalen Belastung des Gesundheitssystems zeigt. Der auffälligste Trend ist bei der Influenza zu beobachten. In der zweiten Kalenderwoche des Jahres, vom 5. bis 11. Januar, verzeichneten die Labore 915 Fälle, gegenüber 641 in der Vorwoche. Der Anstieg um 43 % deutet auf eine aktive Phase der epidemischen Ausbreitung hin. Fast alle bestätigten Fälle (99,8 %) waren Influenza vom Typ A, während Influenza B fast nicht vorkommt.
Das Ministerium für Gesundheit und Sozialschutz erinnert alle daran, dass die Impfung weiterhin verfügbar und relevant ist. Das Ministerium betont, dass es besonders wichtig ist, dass sich Menschen über 65 impfen lassen, da sie einem erhöhten Risiko für Komplikationen durch Influenza ausgesetzt sind. Die Impfung gilt nach wie vor als die zuverlässigste Methode, um das Risiko einer schweren Erkrankung und eines Krankenhausaufenthalts zu verringern.
Die Situation bei den Fällen von Respiratorischem Synzytial-Virus scheint stabiler zu sein, obwohl auch hier ein leichter Anstieg zu verzeichnen ist. Die Zahl der bestätigten Fälle stieg um 3 % von 147 auf 151. Seit Oktober 2025 traten fast zwei Drittel der Infektionen (62 %) bei Kindern unter zehn Jahren auf, was die charakteristische Konzentration von RSV in den jüngsten Altersgruppen bestätigt.
Auch COVID-19 verzeichnet einen moderaten Anstieg. Im gleichen Zeitraum stieg die Zahl der positiven Tests von 62 auf 69 Fälle, was einem Anstieg von 11 % entspricht. Die Abwasseranalyse zeigt jedoch einen Rückgang der Viruslast, was auf eine begrenzte Ausbreitung der Infektion hindeuten könnte. Die Sequenzierungsdaten zeigen die Dominanz der XFG-Variante, die 40,6 % der Proben ausmacht, sowie ihrer Subvariante XFG.3 und der Variante NB.1.8.1, die jeweils 23,9 % ausmachen.
Da mehrere Viren gleichzeitig zirkulieren, betonen die Behörden erneut die Bedeutung individueller Präventionsmaßnahmen. Regelmäßiges Händewaschen mit Seife, Atemhygiene beim Husten und Niesen, die Reduzierung enger Kontakte während Epidemien, das Lüften von Räumen und die Meidung öffentlicher Orte bei Auftreten von Symptomen sind nach wie vor grundlegende, aber wirksame Mittel, um die Ausbreitung der Infektion einzudämmen. Zusammengenommen gelten diese Maßnahmen als wichtige Ergänzung zur Impfung und tragen dazu bei, die Belastung sowohl für das Gesundheitswesen als auch für gefährdete Bevölkerungsgruppen zu verringern.





