Atemwegsinfektionen in Luxemburg nehmen nicht ab

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Die luxemburgische Gesundheitsbehörde hat ihren wöchentlichen Überblick über die wichtigsten akuten Atemwegsinfektionen veröffentlicht. Das Bild bleibt gemischt: Die saisonale Grippe und das Respiratorische Synzytial-Virus gehen allmählich zurück, während die COVID-19-Fälle wieder zunehmen.
In der vierten Kalenderwoche des Jahres 2026 verzeichneten die Labore 740 Influenza-Fälle, verglichen mit 872 in der Woche zuvor, was einem Rückgang von 15 % entspricht. Dies ist der zweite Rückgang in Folge, aber die Verbreitung des Virus wird weiterhin als hoch eingeschätzt. Fast alle typisierten Fälle (99,9 %) waren Influenza A, während Influenza B weiterhin nur minimal vertreten war. Das Ministerium für Gesundheit und Sozialschutz erinnert daran, dass Impfungen nach wie vor wichtig sind, insbesondere für Menschen über 65 Jahre, die einem erhöhten Risiko für Komplikationen ausgesetzt sind. Impfungen gelten nach wie vor als die zuverlässigste Methode, um schwerwiegende Folgen zu verhindern und zu reduzieren.
Ein ähnlicher Trend ist bei RSV zu beobachten. Die Zahl der bestätigten Fälle sank um 14 % – von 145 auf 125 innerhalb einer Woche. Seit Oktober 2025 betrafen 58 % aller Infektionen Kinder unter zehn Jahren, was bestätigt, dass das Virus vor allem jüngere Altersgruppen betrifft.
Vor diesem Hintergrund sieht die COVID-19-Situation anders aus. Im gleichen Zeitraum stieg die Zahl der positiven SARS-CoV-2-Tests von 65 auf 88 Fälle, was einem Anstieg von 35 % gegenüber der Vorwoche entspricht. Gleichzeitig nahm die Konzentration des Virus im Abwasser, das als zusätzlicher Indikator für die Ausbreitung der Infektion dient, leicht ab. Die neuesten Sequenzierungsdaten zeigen, dass die XFG-Variante (45,5 %), ihre Subvariante XFG.3 (26,7 %) und die NB.1.8.1-Variante (18,2 %) im Land vorherrschen.





