Das neue Krankenhaus wird eine Milliarde kosten

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Der Bau des neuen Gebäudes für das Centre Hospitalier de Luxembourg (CHL) an der Route d’Arlon ist nun in die aktive Phase eingetreten. Das Projekt, an dem täglich 300 Arbeiter und neun Bauunternehmen beteiligt sind, wird unter Berücksichtigung der Preisindexierung und ohne Berücksichtigung der Grundstückskosten auf über 1 Milliarde Euro geschätzt. Trotz des hohen Kostenaufwands bestätigt der Verwaltungsdirektor der Einrichtung, Paul Meyers, dass das Projekt streng im Rahmen des genehmigten Budgets verläuft.
Um die Fertigstellung des Projekts zu beschleunigen, einigten sich der Projektkoordinator Armin Weber und das Gesundheitsministerium auf ein nicht standardmäßiges Bauverfahren. Die Arbeiten an der Fassadenverkleidung begannen parallel zum Bau der oberen Stockwerke, sodass die thermische Hülle des Gebäudes bereits vor Abschluss aller Rohbauarbeiten abgeschlossen werden konnte. Dadurch ist es möglich, mit dem Innenausbau der unteren Stockwerke zu beginnen, während die Bauarbeiter weiterhin den Rohbau des achtstöckigen Gebäudes errichten. Zusätzlich zum oberirdischen Teil umfasst das Projekt drei Untergeschosse, in denen über 400 zusätzliche Parkplätze untergebracht werden.
Das medizinische Konzept für den Neubau ist auf eine hohe betriebliche Effizienz ausgelegt. Jährlich suchen rund 204.000 Menschen das CHL auf, und die modernisierte Infrastruktur soll dazu beitragen, die durchschnittliche Verweildauer der stationären Patienten zu verkürzen. Angesichts des demografischen Wachstums des Landes hat die Krankenhausleitung jedoch bereits einen Antrag auf Erweiterung der Kapazität um weitere 68 Betten gestellt. Die vierte Etage des Gebäudes wird vollständig den Abteilungen für Psychiatrie und Palliativmedizin gewidmet sein. Wie die medizinische Direktorin Dr. Martine Goergen anmerkt, wird ein wichtiges neues Merkmal der Zugang zu einer großzügigen Terrasse sein, die den Patienten den Zugang zur frischen Luft ermöglicht.
Die baulichen Veränderungen werden sich auch auf andere Abteilungen auswirken: Die derzeit im Stadtteil Eich untergebrachten Dienste werden vollständig in den neuen Komplex verlegt, und die frei werdenden Räumlichkeiten sollen zu einem Zentrum für Sportmedizin umgebaut werden. Die Kinderklinik und die Entbindungsstation bleiben hingegen in ihren bisherigen Gebäuden, werden jedoch durch einen speziellen Verbindungsgang mit dem neuen Hauptgebäude verbunden. Die Hauptbauarbeiten sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden, während der vollständige Umzug und die Aufnahme der ersten Patienten für Ende 2029 geplant sind.





