Lydie Polfer hat auf ihre Kritiker reagiert

Lydie Polfer. Source: vdl.lu. Credit: LaLa La Photo Maison Moderne
Die Bürgermeisterin von Luxemburg, Lydie Polfer, hat Behauptungen, sie sei gegen die Ausweitung von Grünflächen in der Hauptstadt, offiziell zurückgewiesen. Ihre früheren Äußerungen, die sie während einer Hitzewelle getätigt hatte, wurden von der Öffentlichkeit als Weigerung interpretiert, Bäume zu pflanzen und schattige Bereiche auf den gepflasterten Plätzen der Stadt zu schaffen. Nach Angaben der Bürgermeisterin bezogen sich ihre Äußerungen ausschließlich auf die Place de Paris und standen im Zusammenhang mit der Notwendigkeit, Freiflächen für große öffentliche Veranstaltungen zu erhalten.
Um ihre Position zu untermauern, bereitet die Stadtverwaltung derzeit die Vorstellung einer umfassenden Begrünungsstrategie vor, mit deren Ausarbeitung vor zwei Jahren ein spezialisiertes Unternehmen beauftragt wurde. Bis heute haben die Stadtbehörden bereits einen wesentlichen Teil des angekündigten Umweltplans umgesetzt: Von den 30.000 Bäumen, deren Pflanzung in der Stadt geplant war, wurden 14.000 gepflanzt. Gleichzeitig betonte Polfer, dass Luxemburg im Rahmen des Europäischen Klimapakts ein Gold-Zertifikat erhalten habe, das die hohen Umweltstandards der Stadt bescheinigt.
Trotz der gemeldeten Erfolge haben Vertreter der Opposition ernsthafte Bedenken hinsichtlich des Tempos der Projektumsetzung geäußert. Christa Brömmel, Stadträtin der Partei „déi gréng“, kritisierte die Behörden dafür, dass sie Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel unnötig verzögert hätten. Sie wies darauf hin, dass die Strategie bereits im März diskutiert worden sei, praktische Maßnahmen jedoch aufgeschoben worden seien, was dazu geführt habe, dass die Einwohner bereits unter der ersten Hitzewelle des Sommers gelitten hätten. Als Beispiel für eine ineffektive Planung führte Brömmel die kürzlich erfolgte Neugestaltung der Rue Notre-Dame an, bei der lediglich einige wenige Bäume in Pflanzkübeln als Maßnahme zur Klimaanpassung gepflanzt wurden. Ihrer Ansicht nach sind solche Maßnahmen völlig unzureichend und werden nicht bereits in der Anfangsphase in Infrastrukturprojekte integriert.
Die Opposition betont nicht nur die Notwendigkeit, sich an die aktuellen Wetterbedingungen anzupassen, sondern auch die Notwendigkeit weiterer Investitionen in den Klimaschutz. Vertreter der Partei fordern Änderungen der Bauvorschriften, um Beschränkungen beim Einbau von Wärmepumpen für Privathaushalte aufzuheben, was zu einer erheblichen Senkung der Kohlendioxidemissionen beitragen dürfte.





