So halten Sie Ihr Zuhause auch ohne Klimaanlage kühl

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Vor dem Hintergrund anhaltender Hitzewellen wird die Aufrechterhaltung einer angenehmen Temperatur in den eigenen vier Wänden zu einem ernsthaften Problem. Vor diesem Hintergrund empfehlen die Experten der nationalen Agentur Klima-Agence, Fenn Faber und Sarah Juchems (Sarah Juchems), sich in erster Linie darauf zu konzentrieren, das Eindringen von Hitze in die Wohnung zu verhindern, anstatt sich ausschließlich auf energieintensive Kühlung zu verlassen. Das Wärmeempfinden ist individuell und hängt stark von den Wohnbedingungen ab: Eine Dachgeschosswohnung im Stadtzentrum heizt sich deutlich stärker auf als ein von Grünflächen umgebenes Landhaus.
Die wichtigste Schutzmaßnahme besteht darin, direktes Sonnenlicht abzuhalten. Experten raten dazu, Jalousien und Rollläden zu schließen und Fenster zur Belüftung nur zu den kühleren Tageszeiten – früh morgens oder abends – zu öffnen. Darüber hinaus schützt eine hochwertige Wärmedämmung das Gebäude nicht nur im Winter vor Kälte, sondern hält auch die Sommerhitze wirksam fern. In Luxemburg gibt es ein staatliches Förderprogramm namens „Klimabonus“, das vom Umweltministerium verwaltet wird. Im Rahmen dieser Initiative können Hausbesitzer zwischen 40 und 140 Euro pro Quadratmeter für die Dämmung einer Fassade oder eines Daches erhalten sowie zusätzlich 15 Euro pro Quadratmeter, wenn sie sich für umweltfreundliche Dämmmaterialien entscheiden.
Allerdings können sich herkömmliche Methoden wie Beschattung und nächtliche Belüftung für Gebäude wie Schulen, Krankenhäuser und Pflegeheime als unzureichend erweisen. In solchen Fällen ist die Installation von Klimaanlagen gerechtfertigt; deren Betrieb ist jedoch mit einem hohen Stromverbrauch verbunden. Insbesondere mobile Klimageräte verbrauchen drei- bis viermal mehr Energie als fest installierte Geräte. Laut Fenn Faber benötigt die Kühlung von drei Räumen mit einem mobilen Gerät für eine Woche ungefähr so viel Strom, wie ein durchschnittlicher Kühlschrank in einem ganzen Jahr verbraucht. Um die Kosten zu optimieren, empfiehlt die Klima-Agence die Kombination von fest installierten Klimaanlagen mit Solarmodulen sowie den Einsatz von Ventilatoren, die zwar die Raumtemperatur nicht senken, aber das körperliche Wohlbefinden der Menschen verbessern.
Neben individuellen Lösungen erfordert die Anpassung an hohe Temperaturen systemische Veränderungen in der Stadtplanung. Experten fordern eine Ausweitung der Grünflächen und eine Verringerung der Asphaltflächen. Im Rahmen der Diskussion wurde den Kiesgärten besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Steine speichern viel Wärme und können sich bei direkter Sonneneinstrahlung auf 40–50 °C aufheizen, was zu einem Temperaturanstieg sowohl in der Umgebung als auch im Inneren des Gebäudes selbst führt. Es wird erwartet, dass neue nationale Bauvorschriften die Anlage von Kiesgärten verbieten werden. Als Alternative wird vorgeschlagen, begrünte Vorgärten und Fassaden zu nutzen, da Pflanzen Schatten spenden, Feuchtigkeit an die Luft abgeben und zur natürlichen Kühlung der Umgebung beitragen.





