facebook
Luxtoday

Wie sich Luxemburg auf den Klimawandel vorbereitet

Zuletzt aktualisiert
10.09.26
Climate Nexus in Luxembourg

Matt Palmer, Unsplash

Die luxemburgische Regierung hat die Bedingungen der „Climate Nexus“-Vereinbarung zwischen dem Staat und der Universität Luxemburg (Université du Luxembourg) veröffentlicht, die den Zeitraum von 2025 bis 2030 abdeckt. Das maximale Budget des Programms wurde auf 15 Millionen Euro festgelegt; dieser Betrag stellt jedoch lediglich eine finanzielle Obergrenze dar und bedeutet keine unmittelbare Ausgabeverpflichtung. Die Auszahlungen erfolgen in jährlichen Raten aus dem Klima- und Energiefonds (Fonds climat et énergie), nachdem der zuständige Ausschuss diese streng geprüft und sich vergewissert hat, dass die Mittel zweckgebunden verwendet wurden. Um Transparenz zu gewährleisten, hat sich die Universität verpflichtet, eine eigene Website einzurichten, Forschungsergebnisse im Open Access zu veröffentlichen und regelmäßig öffentliche Konferenzen zu organisieren.

Das Projekt zielt darauf ab, das Land umfassend auf die Folgen des Klimawandels vorzubereiten, und gliedert sich in sechs Schlüsselbereiche: soziale, institutionelle, technologische, globale und akademische Vorsorge sowie einen interdisziplinären Ansatz. Wie Serge Wilmes, Minister für Umwelt, Klima und Biodiversität, und Stéphanie Obertin, Ministerin für Forschung und Hochschulwesen, erläuterten, wurde der Haushalt gemeinsam aufgestellt und umfasst begründete Ausgaben für Personal, Ausrüstung, Dienstreisen und die Vergabe von Unteraufträgen. Die Organisation von Informationskampagnen und Veranstaltungen zur Wissenschaftsvermittlung wurde jedoch ohne Ausschreibungsverfahren an die Universität übertragen, da diese Aufgaben untrennbar mit deren Forschungsaktivitäten und gesetzlich festgelegten Bildungszielen verbunden sind.

Im Gegensatz zu Standardvereinbarungen im Bereich der wissenschaftlichen Forschung enthält diese Vereinbarung keine vordefinierten Indikatoren, sieht jedoch die Einrichtung eines speziellen Begleitausschusses vor. Dieses Gremium ist dafür zuständig, Projektpläne mit konkreten Zielen zu genehmigen, die Ergebnisse zu überwachen und Änderungen am Budget zu bestätigen.

Gleichzeitig äußerten sich Beamte zu der von Abgeordneten hervorgehobenen Situation hinsichtlich eines möglichen Interessenkonflikts. Es stellte sich heraus, dass der für die Ausarbeitung des Dokuments zuständige Beamte bis Dezember 2025 an seiner Doktorarbeit an der Universität Luxemburg (Université du Luxembourg) gearbeitet hatte. Vertreter der Ministerien betonten, dass diese akademische Tätigkeit ausschließlich privater Natur sei, nicht in den Geltungsbereich des Übereinkommens falle und keine finanziellen Mittel oder Ressourcen aus diesem erhalten habe. Da keine formelle Erklärung eines Interessenkonflikts abgegeben worden war, wurden keine zusätzlichen Maßnahmen zur Korruptionsbekämpfung angewendet, die über die üblichen Vorschriften für Beamte hinausgingen.

Feedback senden
Zuletzt aktualisiert
10.09.26

Fotos aus diesen Quellen: Matt Palmer, Unsplash

Autoren: Alex Mort