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Luxtoday

Ein Metalldetektor kann eine Million Euro kosten

Zuletzt aktualisiert
17.08.26
Metal detectors in Luxembourg

Evgeniy Kozlov, Unsplash

In Luxemburg ist der Einsatz von Metalldetektoren sowie das sogenannte „Magnetfischen“ streng geregelt. Laut einer Warnung des Nationalen Instituts für Archäologische Forschung (INRA) muss jeder, der solche Aktivitäten ausüben möchte, eine spezielle Schulung absolvieren und eine offizielle Genehmigung des Kulturministeriums einholen. Wer gegen diese Vorschriften verstößt, muss mit hohen Geldstrafen rechnen: Je nach Schwere des Verstoßes liegen die Bußgelder zwischen 500 und 1.000.000 Euro. Werden Fälle illegaler Nutzung solcher Geräte aufgedeckt, werden die Beweismittel zur weiteren Untersuchung direkt an die Polizei weitergeleitet.

Laut INRA-Direktor David Weis ist in letzter Zeit ein deutlicher Anstieg des Interesses an der Schatzsuche zur Ergänzung privater Sammlungen zu verzeichnen. Der rechtliche Rahmen für diesen Bereich wurde 2022 auf der Grundlage einer Konvention des Europarats verabschiedet. Obwohl die luxemburgischen Vorschriften weniger streng sind als die in Frankreich, wo diese Tätigkeit praktisch verboten ist, verfolgen sie klare Ziele. Die strenge Regulierung zielt darauf ab, den Diebstahl von Kulturgütern zu verhindern, archäologische Funde zu bewahren und die Bürger vor der Gefahr zu schützen, auf Blindgänger aus vergangenen Kriegen zu stoßen.

Gleichzeitig sind sich viele Täter überhaupt nicht bewusst, dass solche gesetzlichen Beschränkungen bestehen. Wie David Weis hervorhebt, sind Metalldetektoren besonders bei Touristen aus den Niederlanden beliebt, wo das Suchen nach Gegenständen an Stränden ein weit verbreitetes Hobby ist. Um dieses Hobby in Luxemburg legal auszuüben, müssen Privatpersonen einen kostenlosen Schulungskurs absolvieren, der jährlich im November organisiert wird und an zwei Freitagen stattfindet. Während der Schulung werden die Teilnehmer über die rechtlichen Aspekte informiert, auf die Gefahr durch alte Munition in bestimmten Regionen hingewiesen und in die Grundlagen der Archäologie eingeführt: von der Einordnung in historische Epochen bis hin zum Vorgehen bei der Entdeckung von Wertgegenständen.

Jedes Jahr nehmen zwischen 30 und 40 Personen an diesen Kursen teil, wobei nur etwa ein Drittel von ihnen anschließend eine Lizenz beantragt. Zwar werden nach wie vor Fälle illegaler Nutzung der Geräte verzeichnet, doch zeigen die Statistiken einen Rückgang der Verstöße in den letzten Jahren. Die Leitung des Instituts ist besonders besorgt über den Verkauf von Metalldetektoren, die speziell für Kinder konzipiert sind. Da Minderjährige weder an einer Schulung teilnehmen noch die entsprechende Lizenz beantragen dürfen, ist die Nutzung solcher Geräte im Inland strengstens verboten.

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17.08.26

Fotos aus diesen Quellen: Evgeniy Kozlov, Unsplash

Autoren: Alex Mort