Asiatische Hornissen stellen eine Bedrohung für das Ökosystem dar

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Eine invasive Art der asiatischen Hornisse breitet sich weiterhin in Luxemburg aus und gibt Biologen Anlass zur Sorge, da sie den Bienenpopulationen und der Artenvielfalt insgesamt direkten Schaden zufügt. Diese Insekten wurden erstmals 2004 in Frankreich entdeckt, nachdem sie in Frachtcontainern aus Asien dorthin gelangt waren. Dank eines allmählichen Anstiegs der Durchschnittstemperaturen hat sich die Art nun auch in Luxemburg erfolgreich etabliert.
Das Hauptproblem besteht darin, dass asiatische Hornissen gezielt Honigbienen und Hummeln jagen. Nick Heiter, Forscher an der biologischen Station des Syndikats für Umwelt- und Naturschutz (SIAS), weist darauf hin, dass diese Raubtiere das lokale ökologische Gleichgewicht stören. Ihm zufolge nutzen Hornissen lokale Bestäuber, um ihre Larven zu füttern. Die Bedrohung nimmt im Spätsommer erheblich zu, wenn Hornissenkolonien ihre maximale Größe erreichen und mehr Nahrung benötigen. Gleichzeitig stehen die lokalen Bestäuberinsekten aufgrund des Einsatzes landwirtschaftlicher Pestizide und des Verlusts natürlicher Lebensräume bereits unter starkem Druck.
Äußerlich ist die asiatische Hornisse etwas kleiner als die heimische europäische Art. Nick Heiter erklärt, dass das wichtigste Unterscheidungsmerkmal dieses invasiven Insekts seine gelben Beine sind. Außerdem haben sie einen gelb-orangefarbenen Vorderkopf, und ihr Körper ist dunkelbraun oder schwarz mit einem markanten orangefarbenen Streifen am Hinterleib. Im Vergleich dazu sind europäische Hornissen überwiegend gelb-braun gefärbt und nicht schwarz und orange.
Obwohl asiatische Hornissen physisch in der Lage sind, Menschen zu stechen, zeigen sie keine größere Aggressivität als einheimische Arten. Dennoch raten Experten dazu, in der Nähe ihrer Nester äußerste Vorsicht walten zu lassen, da die Insekten ihr Revier aktiv gegen jegliches Eindringen von außen verteidigen. Anwohnern, die eine Kolonie entdecken, wird empfohlen, sich umgehend an die zuständige Behörde (SIAS) oder die Gemeindeverwaltung zu wenden. Zur Deckung der Kosten für die Beseitigung der Nester durch spezialisierte Unternehmen können Bürger über die Regierungsplattform „MyGuichet“ einen Zuschuss beantragen.





