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Luxtoday

Landwirte sind mit der Kartoffelernte nicht zufrieden

Zuletzt aktualisiert
30.12.25
Potatoes in Luxembourg

laura adai, Unsplash

In Luxemburg stellte das Jahr 2025 die Landwirte vor ein unerwartetes Problem: Eine Rekordernte sorgte eher für logistische und finanzielle Schwierigkeiten als für Gewinne. Marc Nicolay, der größte Kartoffelbauer des Landes, erntete etwa 18.000 Tonnen, konnte aber nur 16.000 verkaufen - die, die im Voraus vertraglich vereinbart worden waren. Die restlichen zwei Tonnen - "extra", wie er es ausdrückte - wurden eingelagert.

Der Grund für die Überproduktion liegt in ungewöhnlich günstigen Wetterbedingungen. Anders als in den Vorjahren gab es im Jahr 2025 weder Dürren noch extreme Hitze, und die Regenfälle kamen wie bestellt. Die Kartoffeln, die extrem empfindlich auf Temperaturen über 25 Grad Celsius reagieren, fanden ideale Wachstumsbedingungen vor. Infolgedessen stiegen die Erträge um 10 bis 20 Prozent über den Landesdurchschnitt. Für ein Land mit etwa 50 aktiven Kartoffelanbaubetrieben bedeutete dies ein systematisches Überangebot.

Angesichts von Gerüchten, wonach ganze Hektar Kartoffeln in den Ardennen aufgrund von Überschüssen vernichtet worden sein sollen, haben die Abgeordneten der Demokratischen Partei (DP) André Bauler und Luc Emering eine offizielle Anfrage gestellt. Landwirtschaftsministerin Martine Hansen konnte diese Informationen jedoch nicht bestätigen.

Was geschieht nun mit den "überzähligen" Kartoffeln? Mark Nicolai behauptet, dass er nichts vernichtet hat. Er hat seine Ernte besonders sorgfältig sortiert: Er hat die verdorbenen Knollen aussortiert und sie der Methanisierung zugeführt, einem sauerstofffreien Gärungsprozess, bei dem aus organischen Abfällen Biogas entsteht. Und ein Teil der Kartoffeln wurde als Viehfutter verwendet - andere Landwirte kamen, um sie abzuholen.

Wir verdienen nichts daran", gibt Nikolay zu. - Aber alles geht ins Geschäft.

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30.12.25

Fotos aus diesen Quellen: laura adai, Unsplash

Autoren: Alex Mort