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Luxtoday

Die Gehaltsanpassung wurde bis 2027 verschoben

Zuletzt aktualisiert
06.08.26
Salary in Luxembourg and EU

Getty Images

Das luxemburgische Statistikamt (Statec) hat seine Prognosen hinsichtlich des Zeitpunkts der nächsten automatischen Lohnindexierung revidiert. Während zuvor davon ausgegangen wurde, dass die nächste Indexierung nach der Erhöhung im Juni möglicherweise im dritten Quartal dieses Jahres erfolgen könnte, wird dieses Szenario nun als unwahrscheinlich angesehen. Im Basisszenario und im Szenario mit niedriger Inflation wird die nächste Anpassung frühestens im dritten Quartal 2027 erwartet. Eine Ausnahme bildet das Szenario mit hoher Inflation, das von einer Eskalation des Konflikts im Nahen Osten ausgeht: In diesem Fall ist eine Erhöhung im vierten Quartal 2026 möglich, gefolgt von einer weiteren Erhöhung im dritten Quartal 2027.

Die Verzögerung ist auf die Stabilisierung der jährlichen Inflationsrate zurückzuführen, die im Juli bei 2,2 Prozent blieb. Im Vergleich zum Juni sanken die Energiepreise um 0,4 Prozent, liegen jedoch immer noch um 7,1 Prozent höher als im Juli des Vorjahres. Maßnahmen im Rahmen der Dreiparteienvereinbarung spielten eine entscheidende Rolle und führten zu einer Senkung der Diesel- und Benzinpreise um fünf Cent pro Liter. Infolgedessen sanken die Kraftstoffpreise im Monatsvergleich um 1,4 %, während sie ohne staatliches Eingreifen um 1,5 % gestiegen wären. Zusätzlichen deflationären Druck übten die traditionellen Sommerschlussverkäufe aus, die die Preise für Non-Food-Industrieerzeugnisse um 2,8 Prozent senkten (wobei die Preise für Bekleidung und Schuhe um 14,3 Prozent fielen). Gleichzeitig stiegen die Lebensmittelpreise im Monatsvergleich um 0,3 %.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen hat Statec seine Inflationsprognose für 2026 von 2,5 Prozent im Mai auf 1,8 Prozent nach unten korrigiert. Für 2027 wird ein Anstieg auf 2,1 Prozent erwartet, was zum Teil auf das Auslaufen des staatlichen Förderprogramms („Resilienzpaket“) am 31. Dezember zurückzuführen ist. Dies wird im Januar 2027 zu einem technischen Anstieg des Index führen. Dennoch warnen Ökonomen vor Risiken. Neben geopolitischen Spannungen, die einen Anstieg der Brent-Rohölpreise und Störungen in den Lieferketten auslösen könnten, stellt auch das Klimaphänomen El Niño eine Bedrohung dar. Nach Prognosen internationaler meteorologischer Organisationen wird dessen Intensität bis zum Jahresende zunehmen, was zu höheren Preisen für Agrarrohstoffe, insbesondere für tropische Kulturen, führen könnte.

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06.08.26

Fotos aus diesen Quellen: Getty Images

Autoren: Alex Mort