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Luxtoday

Die Hälfte der Sozialleistungen Luxemburgs fließt ins Ausland

Zuletzt aktualisiert
18.03.26
Children in Luxembourg

Kateryna Hliznitsova, Unsplash

Im Jahr 2024 beliefen sich die öffentlichen Ausgaben Luxemburgs für Familienleistungen auf 1,06 Milliarden Euro. Diese Mittel wurden auf 121.800 Empfänger verteilt, wobei die Zahl der Auszahlungen stetig anstieg: Die Ausgaben stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 1,1 % und im Vergleich zu 2022 um fast 6 %. Diese Zahlen wurden vom Familienminister Max Han vorgestellt.

Eine Analyse der geografischen Verteilung der Mittel zeigt, dass 47 % des Gesamtbetrags – rund 500 Millionen Euro – ins Ausland fließen. Hauptempfänger ist Frankreich, das 293,1 Millionen Euro (27,6 % der Gesamtsumme) erhielt. Auf Belgien entfallen 102,2 Millionen Euro (9,6 %) und auf Deutschland 71 Millionen Euro (6,7 %). Bemerkenswert ist, dass die Zahlungen an Länder außerhalb der Europäischen Union eine statistische Fehlerquote von nur 0,04 % aufweisen.

Die Verteilung der Sozialversicherungsbeiträge spiegelt die Beschäftigungsstruktur im Großherzogtum weitgehend wider. Ende 2024 machten Grenzgänger 47 % der gesamten Erwerbsbevölkerung aus. Gleichzeitig zeigen die Statistiken demografische Unterschiede zwischen den Arbeitnehmergruppen: Während deutsche Grenzgänger 11,1 % des Arbeitsmarktes ausmachen, erhalten sie nur 6,7 % der Leistungen. Im Gegensatz dazu entfallen auf französische Arbeitnehmer, die 25 % der Erwerbsbevölkerung ausmachen, 27,6 % der Leistungszahlungen, was auf eine höhere Geburtenrate in dieser Gruppe im Vergleich zu ihren deutschen Kollegen hindeutet.

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18.03.26

Fotos aus diesen Quellen: Kateryna Hliznitsova, Unsplash

Autoren: Alex Mort