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Ein neuer Bericht zur Gleichstellung der Geschlechter wurde veröffentlicht

Zuletzt aktualisiert
15.09.26
Family help in Luxembourg

Getty Images

Der luxemburgische Parlamentsausschuss für Familienangelegenheiten hat erstmals den Bericht der Beobachtungsstelle für die Gleichstellung der Geschlechter erörtert, der auf Initiative der LSAP erstellt wurde. Die vorgelegten Daten zeigen sowohl gewisse Fortschritte als auch anhaltende Ungleichgewichte im sozialen Bereich. Insbesondere weisen die Statistiken auf einen Anstieg der Zahl der polizeilichen Einsätze bei häuslicher Gewalt um 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr hin. Davon waren 58 Prozent der Opfer Frauen und 42 Prozent Männer. Darüber hinaus wurden im Berichtszeitraum fünf Morde registriert, wobei sich unter den Opfern drei Männer und zwei Frauen befanden.

Obwohl zwei Drittel der Befragten angeben, dass sich das Wohlbefinden ihrer Familie verbessert hat, wenn sie sich den Elternurlaub teilen, ist die Verteilung des unbezahlten Urlaubs zur Betreuung der Kinder und zur Erledigung der Hausarbeit nach wie vor ungleich. Yuriko Backes, Ministerin für Gleichstellung, betonte, dass dieser Trend in direktem Zusammenhang mit dem erheblichen geschlechtsspezifischen Rentenunterschied stehe, der in Luxemburg über dem Durchschnitt der Europäischen Union liege. Da Frauen häufiger in Teilzeit wechseln, um sich um ihre Familien zu kümmern, führt dies langfristig zu einer überproportionalen Kürzung ihrer Rentenbezüge.

In diesem Zusammenhang hat ein kürzlich vorgelegter Vorschlag des Arbeitsministers Marc Spautz bei den Abgeordneten ernsthafte Bedenken ausgelöst. Die Initiative sieht vor, dass Eltern von Kindern unter 13 Jahren ihre Wochenarbeitszeit mit Zustimmung ihres Arbeitgebers um bis zu vier Stunden reduzieren können. Diese zusätzlichen freien Stunden werden jedoch nicht vergütet. Claire Delcourt, stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Familienangelegenheiten und Abgeordnete der LSAP, vertrat die Ansicht, dass eine solche Maßnahme erneut das finanzielle Wohlergehen von Frauen beeinträchtigen würde, da diese dieses Recht eher in Anspruch nehmen und infolgedessen einen Teil ihrer künftigen Rente einbüßen würden.

Der ADR-Abgeordnete Dan Hardy erklärte seinerseits, der Staat solle diese vier Stunden vergüten. Seiner Ansicht nach würde eine solche Beihilfe finanzielle Notlagen älterer Eltern verhindern und als greifbarer Beweis für die Unterstützung der Familie als Institution dienen. Yuriko Backes selbst hat sich bislang mit öffentlichen Äußerungen zu der Initiative zurückgehalten und angemerkt, dass sie beabsichtige, die Angelegenheit persönlich mit dem Arbeitsminister zu besprechen, bevor die Regierung ihren offiziellen Standpunkt bekannt gibt.

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15.09.26

Fotos aus diesen Quellen: Getty Images

Autoren: Alex Mort