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Vorstellung des Nationalen Aktionsplans für die Gleichstellung von Frauen und Männern.

Zuletzt aktualisiert
31.03.25
Equality in Luxembourg

Clay Banks, Unsplash

Am 31. März 2025 stellte Yuriko Backes, Ministerin für Gleichstellung und Vielfalt, der Öffentlichkeit den aktualisierten Nationalen Aktionsplan für die Gleichstellung von Frauen und Männern vor, der am 7. März - dem Vorabend des Internationalen Frauentags - von der Regierung verabschiedet worden war.

Auf der Pressekonferenz räumte die Ministerin ein, dass die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern trotz der erzielten Fortschritte eine Realität bleibt. Nach Angaben des Europäischen Instituts für Gleichstellungsfragen (EIGE) wird Europa beim derzeitigen Tempo noch 60 Jahre brauchen, um die Gleichstellung zu erreichen. Weltweit ist die Situation noch düsterer: Das Weltwirtschaftsforum schätzt diesen Zeitraum auf 134 Jahre.

Yuriko Backes betonte: "Die Verringerung der Ungleichheit erfordert nicht nur Anstrengungen von Seiten der Regierung, sondern auch eine breite Mobilisierung der gesamten Gesellschaft. Gleichheit muss überall, jeden Tag und für jeden Menschen spürbar sein." Verschiedene Ministerien waren über den interministeriellen Ausschuss für die Gleichstellung der Geschlechter an der Vorbereitung der Anpassung des Plans beteiligt.

Der aktualisierte Plan baut auf dem vorherigen Plan auf, konzentriert sich aber jetzt auf drei strategische Prioritäten, die in sechs spezifische Ziele unterteilt sind. Dazu gehören die Bekämpfung von Sexismus und Geschlechterstereotypen, die Schaffung eines integrativeren Umfelds, die Verbesserung des Bewusstseins und der Datenqualität sowie die Förderung der Gleichstellung in Bereichen wie künstliche Intelligenz, Verteidigung, Verkehr, Sport und Kultur.

Das Dokument umfasst 55 Maßnahmen und 109 spezifische Aktionen, die Schlüsselbereiche des Lebens abdecken - von Beschäftigung und Bildung bis hin zur lokalen Verwaltung. Einige der zuvor vorgeschlagenen Initiativen wurden beibehalten, aber gründlich überarbeitet, um sie besser an die aktuellen Gegebenheiten anzupassen. Gleichzeitig wurden neue Maßnahmen eingeführt, die an die aktuellen Herausforderungen angepasst sind, einschließlich der Bekämpfung von Ungleichheiten in innovativen und bisher vernachlässigten Bereichen.

Beispiele hierfür sind die Einführung standardisierter Schulungsprogramme, die Entwicklung präziser Datenerhebungs- und Analyseinstrumente, die stärkere Vertretung des unterrepräsentierten Geschlechts in der Verwaltung und in öffentlichen Einrichtungen sowie die Unterstützung von Bürgerinitiativen und die Schaffung eines geeigneten Rechtsrahmens.

So setzt die Regierung auf eine strukturelle, sektorübergreifende und zahlenorientierte Politik, in der die Gleichstellung nicht mehr als Nebenaspekt, sondern als Voraussetzung für eine nachhaltige soziale Entwicklung gesehen wird.

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Zuletzt aktualisiert
31.03.25

Fotos aus diesen Quellen: Clay Banks, Unsplash

Autoren: Alex