Die Ukraine, der Schengen-Raum und die EU-Wirtschaft: Luxemburg zieht Bilanz über die europäische Politik für 2025

Die luxemburgische Regierung hat ihren Jahresbericht zur Europapolitik veröffentlicht, in dem die wichtigsten Ereignisse und Beschlüsse der Europäischen Union im Jahr 2025 zusammengefasst sind. Es handelt sich um den neunzehnten Bericht dieser Art, in dem Themen hervorgehoben werden, die für das Großherzogtum im Laufe des Jahres von besonderer Bedeutung waren.
Zu den Hauptthemen des Berichts zählen der anhaltende Krieg in der Ukraine, die Lage im Nahen Osten, die Bemühungen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft, die EU-Handelspolitik sowie die Zukunft des Schengen-Raums.
Die Unterstützung für die Ukraine hat weiterhin Priorität
In dem Bericht wird darauf hingewiesen, dass der Krieg Russlands gegen die Ukraine im Jahr 2025 in sein viertes Jahr ging. Die Unterstützung der Ukraine blieb eines der zentralen Themen auf Ebene der Europäischen Union. Luxemburg unterstützte weiterhin die Sanktionspolitik der EU gegenüber Russland und befürwortete alle 19 bisher verabschiedeten Sanktionspakete. Darüber hinaus leistete das Land der Ukraine weiterhin politische, humanitäre, militärische und finanzielle Hilfe.
Der Nahe Osten steht weiterhin im Rampenlicht
Ein eigener Abschnitt ist der Lage im Nahen Osten gewidmet. Vor dem Hintergrund anhaltender Instabilität hat sich die Europäische Union das ganze Jahr über an den Bemühungen zur Stabilisierung der Region beteiligt. Wie im Bericht erwähnt, setzte sich Luxemburg für die Aufrechterhaltung des Dialogs zwischen den Konfliktparteien ein und machte gleichzeitig auf die ernste humanitäre Lage in der Region aufmerksam.
Die EU sucht nach neuen Handelsmöglichkeiten
Vor dem Hintergrund zunehmenden Protektionismus und unfairer Handelspraktiken in der Weltwirtschaft hat die Europäische Union ihre Bemühungen zur Diversifizierung ihrer Handelsbeziehungen verstärkt.
Luxemburg hat den Ansatz der EU unterstützt, internationale Handelspartnerschaften auszubauen und gleichzeitig sensible Wirtschaftssektoren, darunter die Landwirtschaft, zu schützen.
Weniger Bürokratie – mehr Wettbewerbsfähigkeit
Eine der wichtigsten Prioritäten der europäischen Politik im Jahr 2025 war die Vereinfachung des Rechtsrahmens der Europäischen Union. Nach Ansicht der luxemburgischen Regierung sollte die Verringerung des Verwaltungsaufwands für Unternehmen ein zentrales Instrument zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft und zur Förderung des Wachstums im Binnenmarkt sein.
Der Bericht hebt hervor, dass Luxemburg Initiativen zur Vereinfachung der Regulierung und zur Modernisierung der europäischen Rechtsvorschriften aktiv unterstützt hat.
40 Jahre Schengener Abkommen
Ein bedeutendes Ereignis im Jahr 2025 war der 40. Jahrestag der Unterzeichnung des Schengener Abkommens, der am 14. Juni begangen wurde. In dem Dokument wird festgestellt, dass die Freizügigkeit für die EU-Bürger nach wie vor eine der bemerkenswertesten Errungenschaften der europäischen Integration darstellt. Dennoch hielten eine Reihe von Ländern das ganze Jahr über weiterhin Kontrollen an den Binnengrenzen aufrecht. Luxemburg setzte sich konsequent für die Einhaltung der Schengen-Vorschriften ein und suchte gleichzeitig nach praktischen Lösungen, um die negativen Auswirkungen der Grenzkontrollen auf die Bewohner von Grenzregionen und die Unternehmen abzumildern. Der Bericht wurde vom luxemburgischen Ministerium für auswärtige und europäische Angelegenheiten, Verteidigung, Zusammenarbeit und Außenhandel im Rahmen der regelmäßigen Zusammenarbeit der Regierung mit der Abgeordnetenkammer in Fragen der Europapolitik erstellt.





