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Luxtoday

In Luxemburg wird ein weiterer Anstieg der Kraftstoffpreise erwartet

Zuletzt aktualisiert
15.09.26
Fuel in Luxembourg

Getty Images

Die luxemburgischen Ministerien haben bestätigt, dass weitere Anstiege der Kraftstoffpreise im Einzelhandel aufgrund der Entwicklungen auf den Weltmärkten unvermeidlich sind. Trotz eines leichten Rückgangs der Benzinpreise am Wochenende bleiben die Preise an den Tankstellen des Landes auf Rekordniveau, was auf die steigenden Dieselpreise und den Anstieg des Brent-Rohölpreises auf 109 US-Dollar pro Barrel zurückzuführen ist. Die zuständigen Regierungsstellen betonen, dass es aufgrund der sich rasch verändernden Lage im Nahen Osten derzeit unmöglich ist, langfristige Prognosen zur Preisentwicklung abzugeben.

In Luxemburg wird der tägliche Basispreis für Kraftstoffe vom Wirtschaftsministerium auf der Grundlage der Notierungen der unabhängigen Preisagentur Argus berechnet. Zur Berechnung der Kosten für Diesel und Heizöl wird die europäische Preisnotierung „Gasoil Diesel 10 ppm German Rotterdam FOB Barge Prompt“ herangezogen, während für Benzin die Eurobob-Notierungen verwendet werden. Der Begriff „Barge prompt“ bezieht sich auf Handelsbedingungen, bei denen Waren zum frühestmöglichen Zeitpunkt auf ein Schiff verladen werden, während die Abkürzung „fob“ (free on board) einen Verkauf ohne Lieferkosten bezeichnet. Darüber hinaus bleibt der Wechselkurs zwischen Euro und US-Dollar ein entscheidender Faktor für die Einzelhandelspreise, da internationale Abrechnungen in US-Dollar erfolgen.

Der Endpreis für Kraftstoff für Verbraucher umfasst zudem 17 Prozent Mehrwertsteuer sowie feste Verbrauchsteuern in Höhe von 0,53 € pro Liter Benzin und 0,42 € pro Liter Diesel. Die Steuer- und Verbrauchsteuersätze in Luxemburg werden bewusst niedriger gehalten als in den Nachbarländern – dies ist Teil einer gezielten Politik zur Förderung des „Tanktourismus“, um die Staatseinnahmen zu steigern. Gleichzeitig bleibt eine staatliche Subvention in Höhe von 0,05 Euro pro Liter, die im Rahmen von Dreiergesprächen beschlossen wurde, bis zum Jahresende im Land in Kraft. 

Lex Delles, Minister für Wirtschaft und Energie, wies jedoch darauf hin, dass die Möglichkeiten des Staates, die Preise in Schach zu halten, begrenzt seien. Die aktuelle Lage stellt das bisherige pessimistische Szenario von STATEC in Frage, das davon ausgegangen war, dass die Krise im Herbst enden würde; daher ist für Oktober ein weiteres Dreiertreffen geplant, um die makroökonomischen Prognosen zu überprüfen.

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15.09.26

Fotos aus diesen Quellen: Getty Images

Autoren: Alex Mort