Mehr als 435.000 intelligente Gas- und Stromzähler in Luxemburg bis 2024 installiert

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In Beantwortung einer Anfrage des Abgeordneten Marc Goergen haben die Minister Lex Delles und Martine Hansen weitreichende Zahlen über die Einführung intelligenter Zähler in Luxemburg bekannt gegeben. Ende 2024 gibt es mehr als 343.000 aktive intelligente Zähler für Strom und mehr als 91.000 für Gas. Damit hat die digitale Zählererfassung fast das gesamte Netz erfasst. Die Masseninstallation fand zwischen 2017 und 2020 statt und ist weitgehend abgeschlossen.
Die Gesamtkosten des Projekts beliefen sich auf fast 74 Millionen Euro: rund 53 Millionen für Stromzähler und etwas mehr als 20 Millionen für Gaszähler. Die Finanzierung wurde von der nationalen Regulierungsbehörde als Teil eines Programms zum Austausch herkömmlicher Zähler überwacht.
Auch die Dynamik der Beschwerden ist von Interesse. Der Hauptbetreiber Creos hat einen allmählichen Rückgang der Zahl der Verbraucherbeschwerden zu verzeichnen. Während im Jahr 2021, dem Höhepunkt der Austauschphase, 657 Beschwerden vorlagen, waren es im Jahr 2022 bereits 349, im Jahr 2023 244 und im Jahr 2024 nur noch 208. Vor 2020 gab es sogar noch weniger Beschwerden. Bei den anderen Netzgesellschaften gingen dem Bericht zufolge nur wenige Beschwerden ein, die in der Regel durch Abklärungen gelöst werden konnten.
Die Fragen der Öffentlichkeit betrafen in erster Linie die Möglichkeit, Zähler nicht zu installieren, Missverständnisse über ihre Funktionsweise und Bedenken über mögliche Gesundheitsschäden. Der luxemburgische Verbraucherverband (ULC) meldete 24 Anfragen zwischen 2018 und 2020, aber praktisch keine derartigen Signale nach 2021. Die Verbraucherschutzbehörde hat keine offiziellen Beschwerden über das System erhalten.
So verlief der Übergang zu intelligenten Zählern in Luxemburg trotz der hohen Geschwindigkeit der Digitalisierung und des Umfangs des Projekts relativ konfliktfrei. Das System hat sich allmählich stabilisiert und die Bevölkerung scheint die neue Technologie ohne größeren Widerstand akzeptiert zu haben.

