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Luxtoday

Die luxemburgische Regierung hat eine Reihe von Maßnahmen zur Vereinfachung der Verwaltungsverfahren im Baugewerbe vorgestellt

Zuletzt aktualisiert
13.01.25
Строительство в Люксембурге

Guilherme Cunha, Unsplash

Am 10. Januar 2025 verabschiedete die luxemburgische Regierung ein Paket von Verwaltungsreformen, die den Bauprozess, insbesondere von erschwinglichem Wohnraum, beschleunigen sollen. Die Minister Claude Meisch, Léon Gloden und Serge Wilmes stellten die wichtigsten Punkte dieses Programms auf einer Pressekonferenz vor.

Revision von Artikel 29bis

Einer der wichtigsten Punkte war die geänderte Vorschrift über den Anteil erschwinglichen Wohnraums in neuen Stadtvierteln:

  • 15% - in bestehenden Entwicklungszonen,
  • 20 Prozent in neuen Gebieten,
  • 30 % - in Prioritätszonen gemäß dem Entwicklungsplan.

Außerdem sind weniger Parkplätze und mehr Grünflächen vorgesehen, um das Lebensumfeld zu verbessern.

Erwartetes Ergebnis: Schaffung von 14.600 neuen Wohneinheiten, davon 5.600 erschwingliche Wohneinheiten.

Einführung des Grundsatzes "Schweigen bedeutet Zustimmung".

Dieses Prinzip wird in zwei Stufen eingeführt:

  • Die erste Phase umfasst die Festlegung von Fristen für Baugenehmigungen, archäologische Untersuchungen und Umweltverfahren.
  • In der zweiten Phase wird eine automatische Genehmigung bei Überschreitung der Frist eingeführt, wobei die Digitalisierung aller Prozesse obligatorisch ist.

Vereinfachung von kleineren Bauarbeiten

Bei kleineren Aufträgen, wie z. B. der Installation von Gartenhäusern oder Sonnenkollektoren, ist der bürokratische Aufwand deutlich geringer: Häuser mit weniger als 12 m² oder Sonnenkollektoren bis zu 30 kW benötigen keine Genehmigungen oder Anträge.

Umweltverfahren und Unterstützung für erneuerbare Energiequellen

Der Plan enthält überarbeitete Vorschriften für Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien: Solarmodule auf bereits bebauten Flächen und Anlagen in Grünflächen erfordern keine komplizierten Genehmigungsverfahren mehr.

Zugang zu den Wirtschaftszonen (ZAE)

Der Reformplan wird sich auch auf die Wirtschaftszonen auswirken:

  • Ausweitung der genehmigten Tätigkeiten, einschließlich Dienstleistungen und innovativer Projekte.
  • Möglichkeit des Baus von Wohnungen für Beschäftigte von Unternehmen, wenn die Tätigkeit keine erheblichen Lärm- oder Umweltbelastungen verursacht.

Eine spezialisierte CFUE-Struktur wurde eingerichtet, um kommunale und private Bauträger zu unterstützen und sie bei Projekten zu beraten. Darüber hinaus wird ein neuer Dienst "Unterstützung für Gemeinden" die Umsetzung des Programms Pacte Logement 2.0 begleiten und bei Projekten für bezahlbaren Wohnraum helfen.

Minister Claude Meisch sagte: "Unsere Maßnahmen zielen darauf ab, die Nutzung bestehender Flächen zu optimieren und die Entwicklung dort zu beschleunigen, wo sie am nötigsten ist."

Langfristige Perspektiven

Der Plan 2025 umfasst auch die folgenden Initiativen:

  • Einführung der Co-Living-Wohntypologie,
  • Nationale Vorschriften für Baunormen,
  • Beschleunigte Prüfung von Bauplänen (PAG und PAP),
  • Digitalisierung aller Verfahren zur Genehmigung von Bebauungsplänen.

Umweltminister Serge Villemes betonte, wie wichtig es angesichts der Klimakrise sei, den Übergang zu nachhaltiger Energie zu beschleunigen: "Diese Veränderungen werden den Bürgern echte Vorteile bringen und den Zugang zu nachhaltigem Wohnraum erleichtern."

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13.01.25

Fotos aus diesen Quellen: Guilherme Cunha, Unsplash

Autoren: Alex