facebook
Luxtoday

Der Brand in Belgien war auch in Luxemburg zu spüren

Zuletzt aktualisiert
17.08.26
Forest fire prevention in Luxembourg

Emma Renly, Unsplash

Im Naturpark Fagnes in Belgien wütet weiterhin einer der größten Waldbrände seiner Geschichte. Seit Freitag hat das Feuer rund 3.000 Hektar Wald zerstört. Aufgrund der raschen Ausbreitung der Flammen, die bis auf 300 Meter an die Landesgrenze herangerückt sind, sahen sich die Behörden der deutschen Stadt Monschau gezwungen, die sofortige Evakuierung eines ihrer Stadtteile anzuordnen. Für die Bewohner wurde in einer örtlichen Schule eine Notunterkunft eingerichtet. Ähnliche Maßnahmen waren zuvor bereits im belgischen Dorf Küchelscheid ergriffen worden.

Bis Montagmorgen war die Ausbreitung des Feuers in Richtung Deutschland gestoppt worden. Tony Hosmans, ein Sprecher der Krisenzentrale, wies darauf hin, dass günstige Windverhältnisse und einsetzender Regen dazu beitrugen, die Flammen einzudämmen. Seinen Angaben zufolge konnte das Feuer in den zugänglichen Gebieten eingedämmt werden, es sei jedoch noch nicht gelungen, es vollständig unter Kontrolle zu bringen. Rund 500 Rettungskräfte und 120 Einsatzfahrzeuge sind an den Aufräumarbeiten beteiligt. Die Staatsanwaltschaft der Provinz Lüttich hat Ermittlungen zur Unfallursache eingeleitet.

Der Brand hatte auch Auswirkungen auf die Nachbarländer. Dichter Rauch und der Geruch von Verbranntem drangen bis nach Luxemburg vor, woraufhin die Hohe Kommission für Nationale Verteidigung eine offizielle Warnung herausgab. Die Behörde riet den Einwohnern, keine Fenster zu öffnen und Lüftungsanlagen auszuschalten, um zu verhindern, dass verschmutzte Luft in ihre Wohnungen gelangt. Obwohl kein erhebliches Risiko für die öffentliche Gesundheit festgestellt wurde, warnen die Behörden, dass Partikel in der Luft bei gefährdeten Personengruppen zu Reizungen der Atemwege führen können.

Gleichzeitig wurde in ganz Luxemburg eine deutliche Verschlechterung der Luftqualität verzeichnet. Die durchschnittliche Tageskonzentration an groben Feinstaubpartikeln (PM10) in der Gemeinde Beidweiler erreichte 107 µg/m³, was als „schlecht“ eingestuft wird. Die Werte für die feineren PM2,5-Partikel lagen im selben Gebiet bei 98 µg/m³, während sie im Gebiet Bonnevoie bei 48 µg/m³ lagen. Dennoch wurde im Großherzogtum bislang noch keine offizielle Luftverschmutzungswarnung ausgegeben.

Auch im benachbarten Frankreich hat die Ausbreitung des Rauchs in der Bevölkerung Besorgnis ausgelöst. Der Präfekt des Departements Meurthe-et-Moselle berichtete, dass die Feuerwehr innerhalb weniger Stunden mehr als 200 Anrufe von besorgten Anwohnern erhalten habe. Vor diesem Hintergrund forderten die Behörden die Bevölkerung auf, die Rettungsdienste nicht zu kontaktieren, wenn sie lediglich Rauch rochen oder Rauch ohne sichtbare Brandquelle beobachteten. Zudem wurde in den Departements Moselle und Ardennes vorübergehend eine Luftverschmutzungswarnung aufgrund von Feinstaub ausgegeben, die jedoch am Montagmorgen wieder aufgehoben wurde.

Feedback senden
Zuletzt aktualisiert
17.08.26

Fotos aus diesen Quellen: Emma Renly, Unsplash

Autoren: Alex Mort