facebook
Luxtoday

Die Mosel ist wegen einer Kraftstoffverschmutzung gesperrt

Zuletzt aktualisiert
09.03.26
Water pollution in Luxembourg

Editpress/Alain Rischard (photo d'archives)

Am Sonntagabend gegen 18:47 Uhr wurde im Hafengebiet von Mertert ein großflächiger Austritt von Erdölprodukten, vermutlich Dieselkraftstoff, gemeldet. Nach Angaben der Trierer Wasserpolizei breitete sich die ölige Substanz vom Hafenbecken direkt in das Flussbett der Mosel aus. Die Verschmutzung erstreckte sich über einen erheblichen Abschnitt der Wasserstraße und betraf Luxemburg und benachbarte Gebiete in Deutschland.

Nach Angaben der Freiwilligen Feuerwehr der deutschen Gemeinde Konz breitete sich die Ölschicht flussabwärts bis zum Dorf Oberbillig über eine Strecke von mehr als zwei Kilometern aus. Als Notfallmaßnahme installierte die Feuerwehr Mertert schwimmende Barrieren (Booms) an der Hafenmündung, um zu verhindern, dass weitere Schadstoffe ins offene Wasser gelangen. Derzeit ist der Hafenbetrieb vollständig eingestellt und die Hafeneinfahrt für Schiffe gesperrt.

Die genaue Quelle des Lecks und die Ursachen des Vorfalls sind noch nicht geklärt. Auch gibt es keine offiziellen Angaben zur Menge des in den Fluss gelangten Treibstoffs. Da der Hafen von Mertert unter luxemburgischer Gerichtsbarkeit steht, hat die Polizei des Großherzogtums die Leitung der Operation und die Untersuchung der Umstände des Falls übernommen.

Fachleute überwachen weiterhin den Zustand der aquatischen Umwelt, während die Strafverfolgungsbehörden versuchen festzustellen, ob es sich um eine technische Störung an einem der Schiffe oder am Hafenterminal handelte. Dennoch verhinderte das rasche Eingreifen grenzüberschreitender Dienste die unkontrollierte Ausbreitung der Verschmutzung in Richtung größerer Ballungszentren.

Feedback senden
Zuletzt aktualisiert
09.03.26

Fotos aus diesen Quellen: Editpress/Alain Rischard (photo d'archives)

Autoren: Alex Mort