Warum Sie nicht auflegen dürfen, wenn Sie die 113 anrufen

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Die luxemburgische Polizei hat nach einem Vorfall, der in der Öffentlichkeit für Empörung gesorgt hat, eine Stellungnahme abgegeben. Ein Anwohner berichtete den Medien, dass er 15 Minuten gebraucht habe, um die Notrufnummer 113 zu erreichen und den Diebstahl zu melden, während sich der mutmaßliche Täter noch am Tatort befand. Eine detaillierte Auswertung der Anrufprotokolle durch die Pressestelle der Polizei zeichnete jedoch ein anderes Bild des Geschehens.
Den Daten des Systems zufolge versuchte der Anrufer dreimal, den Disponenten zu erreichen, beging jedoch einen schwerwiegenden Fehler, indem er auflegte, während der Anruf in der Warteschleife war. Der Ablauf der Ereignisse war wie folgt:
- Erster Anruf: aufgezeichnet um 15:25:09 Uhr; der Anrufer blieb 42 Sekunden in der Warteschleife, bevor er auflegte. Zu diesem Zeitpunkt waren alle verfügbaren Leitungen mit anderen Anrufen belegt.
- Zweiter Versuch: Um 15:27:02 wartete der Anrufer 1 Minute und 27 Sekunden auf eine Antwort, woraufhin er erneut auflegte.
- Dritter Anruf: Um 15:31:08 Uhr wurde der Anruf nach 53 Sekunden vom Disponenten entgegengenommen.
Von dem Moment an, als die Nummer zum ersten Mal gewählt wurde, bis zum tatsächlichen Beginn des Gesprächs vergingen knapp sieben Minuten. Der Hauptgrund für die Verzögerung war ein gleichzeitiger Anstieg der Anrufe bei der 113-Hotline.
Die Strafverfolgungsbehörden möchten Sie daran erinnern, dass Sie in einem Notfall unter keinen Umständen auflegen sollten. Das Anrufvermittlungssystem funktioniert nach dem Prinzip „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“, und jeder neue Anruf, der nach dem Auflegen getätigt wird, wird automatisch an das Ende der Warteschlange gestellt. Nur wenn Sie die Leitung offen halten, können Sie sicherstellen, dass ein Mitarbeiter bei hoher Netzauslastung so schnell wie möglich auf Ihren Anruf reagiert.





