In Luxemburg ist ein Streit über die Digitalisierung auf kommunaler Ebene entbrannt

Galina Nelyubova, Unsplash
In Dudelange ist eine neue Welle der öffentlichen Debatte über die Rolle der künstlichen Intelligenz in der öffentlichen Verwaltung ausgebrochen. Alles begann mit einer Erklärung einer Vertreterin der CSV-Partei während der Haushaltsdebatte des Stadtrats. Ihr zufolge sind die steigenden Personalkosten ein Grund zur Sorge und KI könnte ein Instrument zur Optimierung des Personals sein.
Diese Bemerkung rief jedoch eine scharfe Reaktion der größten Gewerkschaft des Landes, der OGBL, hervor, die "tiefe Besorgnis" äußerte und solche Vorschläge als inakzeptabel bezeichnete, da sie sowohl der Realität als auch den Grundsätzen, die die CSV in ihrem Wahlprogramm dargelegt hat, widersprechen.
Die OGBL betont, dass das CSV-Programm ausdrücklich den Einsatz von KI vorsieht, um die Effizienz von Verwaltungsprozessen zu verbessern, nicht aber, um Personal abzubauen. Daher ist die Gewerkschaft der Ansicht, dass Versuche, die technologische Entwicklung als Ersatz für den Menschen darzustellen, den Sinn der Reformen verfälschen.
"Die Qualität der kommunalen Dienstleistungen basiert auf qualifizierten Fachkräften, die jeden Tag für die Öffentlichkeit arbeiten", so die Gewerkschaft in einer Erklärung. Die künstliche Intelligenz kann helfen, ist aber nicht in der Lage, Verantwortung, Initiative oder professionelles Urteilsvermögen zu übernehmen, ohne die eine effektive Managementarbeit unmöglich ist.
Die OGBL weist auch darauf hin, dass die Kommunen, darunter auch Dudelange, mit immer komplexeren Herausforderungen konfrontiert sind: von der Stadtentwicklung über die Sozialpolitik bis hin zur Klimaanpassung. In einem solchen Umfeld sind Investitionen in Humanressourcen keine "Mehrausgaben", sondern eine Voraussetzung für eine funktionierende und bürgernahe Verwaltung.





