

Integratives Umfeld in Luxemburg
Luxemburg ist bestrebt, ein inklusiver Staat zu sein, in dem Menschen mit Behinderungen uneingeschränkt am täglichen Leben teilnehmen können. Laut der letzten Volkszählung gaben fast 15% der Einwohner des Landes an, eine Form der Behinderung zu haben. Die Schaffung eines barrierefreien Umfelds ist eine der Prioritäten der Regierung und der Gesellschaft. Bis 2025 hat das Land die physische Zugänglichkeit der städtischen Infrastruktur, des Verkehrs und des Wohnraums erheblich verbessert. Regierungsprogramme und gemeinnützige Organisationen setzen sich aktiv dafür ein, dass sich jeder Einwohner - unabhängig von seinem Gesundheitszustand - frei bewegen, Dienstleistungen in Anspruch nehmen und sich als Teil der Gesellschaft fühlen kann.
Staatliche Politik und Gesetzgebung im Bereich der Barrierefreiheit
Die luxemburgische Regierung verfolgt eine konsequente Politik zugunsten der Rechte von Menschen mit Behinderungen, die sich auf die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen und nationale Aktionspläne stützt. Obwohl es seit 2001 Normen für die Zugänglichkeit gibt, sind viele öffentliche Orte in der Praxis weiterhin schwer zugänglich. Daher wurden neue, strengere Gesetze verabschiedet. Insbesondere das Gesetz vom 7. Januar 2022 über die allgemeine Zugänglichkeit verschärfte die Anforderungen an die physische Umgebung. Dieses Gesetz ist am 1. Juli 2023 in Kraft getreten und sieht eine Reihe von wichtigen Maßnahmen vor:
Ausweitung des Geltungsbereichs der Zugänglichkeitsanforderungen
Erschwinglicher Wohnraum
Flexibilität der technischen Lösungen
Kontrolle und Verantwortung
Parallel dazu setzt Luxemburg paneuropäische Initiativen zur Inklusion um. So wurde im März 2023 ein Gesetz zur Anpassung des europäischen Gesetzes zur Barrierefreiheit (Richtlinie (EU) 2019/882) verabschiedet. Dieses Gesetz verpflichtet ab dem 28. Juni 2025 dazu, eine Reihe von Produkten und Dienstleistungen des täglichen Lebens in einer bequemen Form zur Verfügung zu stellen - von Geldautomaten und Fahrkartenautomaten bis hin zu E-Commerce-Websites und Online-Banking. Viele Technologien und Dienstleistungen, die aus dem Leben nicht mehr wegzudenken sind, waren bisher für einen Teil der Bevölkerung unzugänglich (z. B. Geldautomaten ohne taktile Markierungen oder unzugängliche mobile Apps). Die neuen Vorschriften sollen diese "unsichtbaren" Barrieren beseitigen und sicherstellen, dass Menschen mit Behinderungen und ältere Menschen moderne Geräte und digitale Dienste gleichberechtigt mit allen anderen nutzen können. Zusammen bilden die nationalen und europäischen Vorschriften einen soliden Rechtsrahmen, der darauf abzielt, ein wirklich barrierefreies Umfeld in Luxemburg zu schaffen.
Zugänglichkeit von öffentlichen Plätzen und Wohnungen
Dank der neuen Bauvorschriften wird jedes öffentliche Gebäude nach dem Prinzip des universellen Designs entworfen. Beim Bau und Umbau von Einrichtungen werden Rampen, breite Türöffnungen, Aufzüge und andere Zugangsmöglichkeiten für Menschen mit eingeschränkter Mobilität eingebaut. Die Anforderungen des Gesetzes aus dem Jahr 2022 gelten sowohl für öffentliche Einrichtungen als auch für private Organisationen, die der Öffentlichkeit zugänglich sind. Wenn beispielsweise ein neues Geschäft oder Büro eröffnet wird, sind die Eigentümer verpflichtet, für einen ungehinderten Zugang zu sorgen, indem sie entweder eine Eingangsgruppe ohne Stufen gestalten oder eine Rampe oder einen Aufzug einbauen. Infolgedessen werden immer mehr Geschäfte, Banken, Cafés und andere Einrichtungen in Luxemburg rollstuhlgerecht gestaltet. Wo die direkte Einhaltung der Normen schwierig ist (vor allem bei historischen Gebäuden), lässt das Gesetz flexible Lösungen zu, die eine gleichwertige Zugänglichkeit bewirken. Solche Lösungen werden durch den Rat für Zugänglichkeit koordiniert, der dazu beiträgt, ein Gleichgewicht zwischen der Erhaltung des architektonischen Erbes und der Schaffung einer komfortablen Umgebung für alle zu finden.
Besondere Aufmerksamkeit wird der städtischen Infrastruktur gewidmet - Straßen, Parks und Plätze. Alle neuen und rekonstruierten Stadtteile sind mit abgesenkten Bordsteinen an Kreuzungen, bequemen Rampen auf Gehwegen, taktilen Fliesen zur Orientierung von Sehbehinderten und kontrastreichen Markierungen ausgestattet. Ampeln sind mit akustischen Signalen ausgestattet, so dass blinde Menschen die Straße sicher überqueren können (orientiert an den charakteristischen akustischen Zeichen). Selbst in älteren Stadtvierteln mit Pflastersteinen und schmalen Gehwegen bauen die städtischen Dienststellen nach Möglichkeit zusätzliche Handläufe ein, legen spezielle glatte Wege neben den Pflastersteinen an oder markieren sichere Wege. Trotz der vielen Pflastersteine ist es der luxemburgischen Hauptstadt gelungen, sich an die Mobilität von Menschen mit eingeschränkter Beweglichkeit anzupassen. So gibt es in der Hauptstadt zum Beispiel bequeme Steigungen auf den Gehwegen, und die Wege in den Parks sind breit und glatt genug für Rollstühle und Kinderwagen.
Auch die meisten öffentlichen Gebäude sind bis 2025 wesentlich besser zugänglich geworden. Verwaltungseinrichtungen (Gemeinden, Dienstleistungszentren, Postämter usw.) sind mit Rampen oder Aufzügen am Eingang ausgestattet, und viele haben automatische Türen. Museen, Bibliotheken, Theater und andere Kultureinrichtungen beseitigen aktiv Barrieren: Sie bauen Aufzüge oder erhöhte Plattformen ein, organisieren barrierefreie Wege zu den Ausstellungen und bieten bei Bedarf einen Rollstuhlverleih an. Neue Kinos und Konzerthallen werden so konzipiert, dass sie auch für Rollstuhlfahrer geeignet sind, und mit speziellen Tonanlagen für Hörgeschädigte ausgestattet. Auch bei zeitlich begrenzten öffentlichen Veranstaltungen wird auf Inklusion geachtet. So werden beispielsweise beim jährlichen Stadtfest Schueberfouer in Luxemburg jedes Jahr etwa 20 Parkplätze für Besucher mit eingeschränkter Mobilität in unmittelbarer Nähe des Eingangs reserviert, die meisten Restaurantzelte verfügen über tragbare Rampen, und auf dem Gelände sind mobile Behindertentoiletten installiert. Der Verein Info-Handicap wurde von der Stadtverwaltung beauftragt, die Zugänglichkeit der Messe zu bewerten und das EureWelcome-Zeichen zu aktualisieren, ein vom Tourismusministerium vergebenes spezielles Zugänglichkeitszeichen für Touristenattraktionen. Diese Kennzeichnung hilft Besuchern mit Behinderungen, im Voraus zu wissen, welche Einrichtungen auf der Veranstaltung vorhanden sind.
Luxemburgs Bemühungen um die Schaffung eines barrierefreien Umfelds wurden auf europäischer Ebene gelobt. Die Hauptstadt gewann 2021 den Access City Award 2022, die jährliche Auszeichnung der Europäischen Union für die am besten zugänglichen Städte. Sie demonstrierte einen integrierten Ansatz: Integration und Inklusion wurden zu Eckpfeilern der Stadtpolitik erklärt. Nach Angaben der Stadtverwaltung ist der Grundsatz der "Zugänglichkeit für alle" in der Stadtplanung verankert: Die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen werden bei der Gestaltung neuer Stadtviertel, Straßen und Parks berücksichtigt, und die bestehende Infrastruktur wird aktiv modernisiert, um seit langem bestehende Barrieren zu beseitigen;
Die Stadtverwaltung passt alte öffentliche Räume - von historischen Gebäuden bis hin zu Verkehrsknotenpunkten - kontinuierlich an, um sie an die spezifischen Bedürfnisse der verschiedenen Bürgergruppen anzupassen. Dieser Ansatz umfasst alle Aspekte des städtischen Lebens: Gehwege und Straßennetze, öffentliche Verkehrsmittel, Dienstleistungsgebäude und Freizeiteinrichtungen. Die Stadt beschränkt sich nicht auf die Anforderungen für neue Projekte, sondern passt auch bestehende Einrichtungen an - und erhöht so den Komfort und die Unabhängigkeit der Bewohner mit Behinderungen.
Ebenso wichtig ist die Entwicklung von barrierefreiem Wohnraum. Neue Wohnkomplexe werden jetzt unter Berücksichtigung von Zugänglichkeitsstandards geplant: Wie wir oben geschrieben haben, muss jede Wohnung vollständig für Rollstuhlfahrer geeignet sein oder leicht umgebaut werden können, um ihren Bedürfnissen zu entsprechen. Im sozialen Wohnungsbau werden Wohnungen in den unteren Etagen mit breiten Türen, geräumigen Badezimmern (für den Zugang mit dem Rollstuhl) und verstärkten Strukturen für die Aufnahme von Aufzügen oder anderen Geräten geplant. Die Regierung fördert die Schaffung von integrativen Wohngemeinschaften - zum Beispiel durch die Unterstützung von Projekten, in denen sowohl normale Familien als auch Menschen mit besonderen Bedürfnissen in demselben Komplex leben, mit der notwendigen Unterstützung durch persönliche Assistenten.
Verkehr und Mobilität für alle
Der öffentliche Nahverkehr in Luxemburg gilt als einer der günstigsten in Europa. Im Jahr 2020 hat das Land Bus-, Straßenbahn- und Zugfahrten für alle kostenlos gemacht, was an sich schon eine finanzielle Barriere für viele Gruppen beseitigt. Darüber hinaus wurde das Verkehrssystem in den letzten Jahren technisch so ausgestattet, dass es auch für Menschen mit besonderen Bedürfnissen geeignet ist. Die wichtigsten Merkmale des barrierefreien Verkehrs sind folgende:
Busse
Straßenbahnen
Züge
Darüber hinaus werden überall Maßnahmen für die Bequemlichkeit aller Kategorien von Fahrgästen umgesetzt: Bushaltestellen und Bahnhöfe sind mit elektronischen Informationstafeln (mit großer Schrift und Kontrast für Sehbehinderte) ausgestattet, und die Sprachansagen für die Ankunft von Verkehrsmitteln werden dupliziert. Über eine einzige Website und die App Mobiliteit.lu ist es möglich, eine Route unter Berücksichtigung der Barrierefreiheit zu planen - dieser Dienst selbst wurde gemäß den Normen für die Barrierefreiheit im Internet gestaltet und ist für Nutzer mit Seh- und Bewegungseinschränkungen geeignet. Auch die Mitarbeiter des Verkehrsunternehmens sind geschult: Alle Fahrer erhalten eine spezielle Schulung für die Bedienung von Fahrgästen mit Behinderungen und aktualisieren ihre Qualifikationen jährlich.
Natürlich können nicht alle Menschen mit Behinderungen auch vollständig angepasste öffentliche Verkehrsmittel benutzen. Für diejenigen, die einen individuellen Transport von Tür zu Tür benötigen, gibt es in Luxemburg einen speziellen Dienst namens Adapto. Dieser Dienst bietet auf Anfrage kostenlose Beförderung für Menschen mit Behinderungen. Um Adapto nutzen zu können, muss einmalig eine Adapto-Karte ausgestellt werden (nach Bestätigung der medizinischen Voraussetzungen), nach der Fahrten im ganzen Land telefonisch oder online gebucht werden können. Spezielle Adapto-Kleinbusse sind mit Rollstuhlliften ausgestattet und bringen die Fahrgäste direkt von zu Hause zu ihrer gewünschten Adresse. Ab 2020, nach der Abschaffung der Gebühren für den öffentlichen Nahverkehr, wurden die Kriterien für die Inanspruchnahme von Adapto strenger (der Dienst wurde für diejenigen reserviert, die wirklich nicht auf regulären Strecken fahren können), aber er dient immer noch Tausenden von Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Auch der Mobibus-Dienst - speziell ausgestattete Busse, die nach einem Fahrplan verkehren - dient der regelmäßigen Beförderung von Kindern und Erwachsenen mit Behinderungen zur Schule und zur Arbeit.
Zusätzliche Lösungen werden auch auf der Ebene der Gemeinden angeboten. In der Hauptstadt gibt es beispielsweise ein Call-a-Bus-Programm - ein Sozialtaxi auf Abruf für Einwohner über 70 Jahre und Menschen mit Behinderungen, die in der Stadt leben. Der Dienst steht werktags von 8:00 bis 18:00 Uhr zur Verfügung, der Fahrpreis beträgt symbolisch 6 Euro, und eine 45-minütige telefonische Bestellung ermöglicht es älteren und weniger mobilen Menschen, von ihrem Zuhause zu jedem Ort in der Stadt zu gelangen. Initiativen wie diese ergänzen die nationalen Maßnahmen und sorgen dafür, dass niemand ohne Mobilität dasteht.
Auch für behinderte Autofahrer wurden Erleichterungen geschaffen. Als Mitglied der EU erkennt Luxemburg eine einheitliche "Blaue Plakette" an, die in ganz Europa zum bevorzugten Parken berechtigt. Für Inhaber eines solchen Ausweises gelten besondere Bedingungen: Im Stadtzentrum von Luxemburg sind etwa 300 Parkplätze nur für Fahrzeuge mit dem Behindertenausweis reserviert. Diese Parkplätze sind mit hellblauen Markierungen und einem Piktogramm eines Rollstuhls gekennzeichnet und befinden sich in der Nähe der Eingänge zu öffentlichen Gebäuden, Einkaufszentren, Krankenhäusern usw. Darüber hinaus dürfen Autofahrer mit Behinderungen in Luxemburg auf allen städtischen Parkplätzen am Straßenrand kostenlos und ohne zeitliche Begrenzung parken - es genügt, den blauen Ausweis an der Windschutzscheibe anzubringen. Wenn ein Besucher aus einem anderen EU-Land mit einem eigenen Parkschein kommt, muss er nur zusätzlich eine Erklärung in französischer oder deutscher Sprache unter die Scheibe legen (ein standardisiertes Formular ist online verfügbar).
Die Rolle der gemeinnützigen Organisationen und Gemeinschaften
Neben der öffentlichen Politik leisten auch gemeinnützige Organisationen einen entscheidenden Beitrag zur Schaffung eines integrativen Umfelds. In Luxemburg gibt es zahlreiche Verbände, die Menschen mit Behinderungen - von motorischen bis hin zu sensorischen Behinderungen - vertreten. Sie werden von Info-Handicap, dem nationalen Informations- und Koordinationszentrum für Behindertenfragen, koordiniert. Diese Organisation wurde 1993 gegründet und vereint etwa 60 Verbände von Menschen mit Behinderungen und Fachdiensten. Info-Handicap fungiert als zentrale Beratungsstelle: Hier können sich Familien und Menschen mit besonderen Bedürfnissen selbst über Rechte, Leistungen, verfügbare Dienste, technische Rehabilitationsmittel usw. informieren. Der Verein wird vom Staat (über das Ministerium für Familie und Integration) finanziert und dient als Brücke zwischen den Bürgern und den staatlichen Strukturen. Das Büro von Info-Handicap, das sich im Zentrum der Hauptstadt befindet, verfügt über einen barrierefreien Empfang (Rampen, Aufzug, taktile Schilder). Fachleute bieten Beratung in vier Sprachen an - Luxemburgisch, Französisch, Deutsch und Englisch.
Die Aktivitäten der gemeinnützigen Organisationen sind vielfältig und decken fast alle Lebensbereiche von Menschen mit Behinderungen ab. Die Hauptbereiche der Unterstützung lassen sich wie folgt zusammenfassen:
Unterstützung bei rechtlichen Fragen
Ausbildung und Schulung
Audit der Zugänglichkeit und die Initiative "Design für Alle
Persönliche Betreuung und umfassende Dienstleistungen
Es ist erwähnenswert, dass die Behörden eng mit dem gemeinnützigen Sektor zusammenarbeiten. Das Ministerium für Familie und Integration verfügt über einen Hohen Rat für Menschen mit Behinderungen, ein beratendes Gremium, dem auch Vertreter von Verbänden von Menschen mit Behinderungen angehören. Der Rat beteiligt sich an der Entwicklung neuer Maßnahmen und überwacht die Umsetzung des nationalen Integrationsplans. In der Hauptstadt verfügt die Stadtverwaltung über einen Service Intégration et Besoins Spécifiques (Dienst für Integration und besondere Bedürfnisse), an den sich die Bürgerinnen und Bürger in allen Fragen der Zugänglichkeit und der Teilhabe am Leben in der Stadt wenden können. Solche Strukturen zeigen die Absicht, Menschen mit Behinderungen in die Entscheidungsfindung einzubeziehen, was dem modernen Verständnis von Chancengleichheitspolitik entspricht.
Luxemburg hat viel getan, um die physische Zugänglichkeit zu gewährleisten, von der Aktualisierung der Gesetze bis hin zu konkreten Verbesserungen in den Städten und im Verkehrswesen. Schon heute haben Menschen mit Behinderungen viel mehr Autonomie und Komfort in ihrem täglichen Leben als noch vor zehn Jahren. Eine Person im Rollstuhl kann beispielsweise ungehindert mit dem Bus oder der Straßenbahn ihren Geschäften nachgehen, die meisten Einrichtungen besuchen oder sich in einem Park oder Museum aufhalten. Der Prozess des Aufbaus eines inklusiven Umfelds ist jedoch noch nicht abgeschlossen: Es gibt nach wie vor einige problematische Punkte, insbesondere im Zusammenhang mit älteren Einrichtungen und Vierteln außerhalb der Hauptstadt;
In abgelegenen Gemeinden gibt es immer noch Bahnhöfe ohne Aufzüge oder Geschäfte ohne Rampen, was die spontane Bewegungsfreiheit von Menschen mit Behinderungen einschränkt. Nicht alle privaten Einrichtungen hatten Zeit, sich an die neuen Normen anzupassen, und die künftige Herausforderung besteht darin, historische Gebäude zu modernisieren, ohne ihren Wert zu beeinträchtigen. Nichtsdestotrotz hat sich das Land fest zur vollständigen Inklusion verpflichtet. Das Konzept einer "Gesellschaft ohne Barrieren" ist ein langfristiges Ziel, damit Menschen mit Behinderungen so autonom wie möglich leben und in allen Lebensbereichen gleichberechtigt mit anderen teilhaben können. Im Rahmen dieses Ziels initiiert die Regierung regelmäßig neue Projekte - zum Beispiel die Förderung der Installation spezieller Wickeltische für Erwachsene in den öffentlichen Toiletten großer Zentren, damit sich Menschen mit schweren Behinderungen und ihre Betreuer auch außerhalb des Hauses wohl fühlen.
Luxemburg unterstützt auch aktiv paneuropäische Initiativen: So hat die Regierung die Einführung eines Europäischen Behindertenausweises und eines einheitlichen Parkausweises beschlossen. Diese Initiativen sollen Menschen mit Behinderungen das Reisen und die Inanspruchnahme von Leistungen in ganz Europa erleichtern - so ermöglicht ein einheitlicher Ausweis den Zugang zu Ermäßigungen und Dienstleistungen im Ausland auf die gleiche Weise wie im Inland.
Quelle: gouvernement.lu, guichet.public.lu, bee-secure.lu, info-handicap.lu, vdl.lu, mobiliteit.lu, cfl.lu, rtl.lu, paperjam.lu, eurocities.eu, eurewelcome.lu
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