Luxemburg bietet Telearbeit an, Frankreich fordert Geld

Chris Montgomery, Unsplash
Nach einem angespannten bilateralen Treffen zwischen Frankreich und Luxemburg (CIG France-Luxembourg), bei dem die Frage der Telearbeit erneut im Mittelpunkt stand, wurde deutlich, dass es noch keinen Kompromiss zwischen den Ländern gibt. Das Thema ist insbesondere für die Zehntausenden von französischen Grenzgängern von Bedeutung, die täglich die luxemburgische Grenze überqueren. Trotz der Enttäuschung, die das Ausbleiben konkreter Vereinbarungen hervorgerufen hat, werden die Verhandlungen fortgesetzt - und zwar mit konkreten Zahlen.
Wie Finanzminister Gilles Roth bestätigte, ist Luxemburg bereit, die zulässige Schwelle für Fernarbeit für französische Grenzgänger auf 25 Prozent der Arbeitszeit zu erhöhen, was 1,25 Tagen pro Woche oder etwa 58 Arbeitstagen pro Jahr entspricht. Die Steuerschwelle ist jetzt auf 34 Tage pro Jahr begrenzt - für Franzosen, Deutsche und Belgier.
Frankreich hat jedoch ein ehrgeizigeres Ziel von 40 % vorgeschlagen. Luxemburg ist noch nicht für diesen Ansatz, und der Grund dafür ist finanzieller Natur.
Frankreich fordert einen finanziellen Ausgleich für den Verlust eines Teils seiner Steuern, da mehr Fernarbeit weniger Steuertage in Luxemburg bedeutet. Gilles Roth erklärte jedoch unverblümt, dass die Regierung des Großherzogtums gegen jährliche automatische Ausgleichszahlungen sei und schlägt eine Alternative vor: die gemeinsame Entwicklung von grenzüberschreitenden Projekten, von der Verkehrsinfrastruktur bis hin zu Krankenhäusern und Bildungseinrichtungen. Diese Projekte sollten gleichwertig sein und von beiden Seiten vereinbart werden, und genau dafür ist Luxemburg bereit, Mittel bereitzustellen.
Bisher sind die Verhandlungen in eine Sackgasse geraten: Es gibt weder einen genehmigten Mechanismus noch konkrete Fristen. Frankreich ist nicht bereit, auf Barzahlungen zu verzichten, und Luxemburg ist nicht bereit, für etwas zu zahlen, das in die gemeinsame Infrastruktur investiert werden könnte.





