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Luxemburg hat ein Rehabilitationsprogramm ins Leben gerufen

Zuletzt aktualisiert
19.03.26
Resocializing in Luxembourg

Christiann Koepke, Unsplash

Im Februar wurde das Sozial- und Berufsbildungsprojekt „Maison Sourrire“ ins Leben gerufen, dessen Ziel es ist, benachteiligte Gruppen in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Die Initiative richtet sich an 47 Begünstigte, die zuvor Sozialhilfe (REVIS) bezogen haben und systemische Schwierigkeiten hatten, eine feste Anstellung zu finden. Das Projekt fungiert als multifunktionale Anlaufstelle, die ein Café, einen Laden und Fachwerkstätten vereint.

Das Ausbildungsprogramm ist so konzipiert, dass die Teilnehmenden ihren Schwerpunkt frei wählen können, was laut der Leiterin der Organisation, Marie Laurini, ein entscheidender Faktor für Menschen ist, denen es im Alltag oft an Selbstbestimmung mangelt. Die Teilnehmenden können Fähigkeiten in Bereichen wie Gastronomie, Upcycling, Reinigung, Logistik und Verwaltung erwerben. Der Schwerpunkt liegt nicht nur auf fachlichen Kompetenzen, sondern auch auf der Stärkung der psychischen Widerstandsfähigkeit.

Die persönlichen Geschichten der Teilnehmer bestätigen den therapeutischen Nutzen einer Beschäftigung. Sandrine Ermer, 35, berichtet von einer deutlichen Verbesserung ihrer psychischen Gesundheit, nachdem sie lange Zeit mit Depressionen zu kämpfen hatte. Eine weitere Teilnehmerin, Sophie Brillet, Mutter mehrerer Kinder, die eine 22-jährige berufliche Pause eingelegt hatte, nutzt ihre Tätigkeit an der Rezeption eines Geschäfts, um ihre sozialen Kontakte und ihr Selbstwertgefühl wieder aufzubauen.

Die Projektstruktur sieht den Abschluss von 11-monatigen Arbeitsverträgen vor. Nach Ablauf dieser Zeit unterstützt die Leitung von Maison Sourrire die Mitarbeiter beim Übergang in die Privatwirtschaft, indem sie Partnerunternehmen einbindet, die bereit sind, Menschen mit Lücken im Lebenslauf eine Stelle anzubieten. Diese Initiative ist ein Pilotprojekt und wird mit finanzieller Unterstützung des Ministeriums für Familie und Integration durchgeführt. Das Programm ist derzeit auf zwei Jahre angelegt.

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19.03.26

Fotos aus diesen Quellen: Christiann Koepke, Unsplash

Autoren: Alex Mort