Luxemburgische Labore treten aus der Vereinbarung mit dem CNS aus

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Nach dem Verband der Ärzte und Zahnärzte (AMMD) haben nun auch Vertreter des Labordiagnostiksektors die Verlängerung ihres Vertrags mit der Nationalen Krankenkasse (CNS) abgelehnt. Die offizielle Entscheidung des Luxemburger Verbands der medizinischen Analyselabore (FLLAM), die derzeitige Vereinbarung zu kündigen, wurde am 17. Juli im Amtsblatt veröffentlicht. Diese Information wurde von Gesundheitsministerin Martine Deprez in Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage bestätigt.
Gleichzeitig begannen am 27. Juli die formellen Verhandlungen zwischen FLLAM und CNS. Die Parteien haben genau ein Jahr Zeit, sich auf einen neuen Rechtsrahmen zu einigen oder einen unabhängigen Vermittler hinzuzuziehen, bevor die derzeitige Vereinbarung endgültig ausläuft. Zum jetzigen Zeitpunkt hat der institutionelle Streit keine Auswirkungen auf die Patienten: Die medizinischen Leistungen werden weiterhin in vollem Umfang erbracht, und die Kosten werden den Versicherten wie gewohnt erstattet.
Dennoch bleibt die Gesamtsituation im luxemburgischen Gesundheitswesen angespannt. Zu den festgefahrenen Verhandlungen zwischen dem CNS und den Ärzten, bei denen Vermittlungsversuche bereits gescheitert sind, bestätigte Martine Deprez, dass die Regierung über einen Notfallplan verfügt. Das Kabinett hat Rechtsvorschriften verabschiedet, die den Tarifvertrag ersetzen werden, falls bis Oktober keine Einigung erzielt wird. In diesem Fall werden die Honorare, die medizinische Fachkräfte in Rechnung stellen dürfen, weiterhin streng durch den staatlichen Tarif und einen Erlass des Großherzogs geregelt. Nach Angaben der Ministerin ist das Scheitern der Schlichtungsverfahren mit der Ärzteschaft darauf zurückzuführen, dass die AMMD vom Kostenträger Garantien forderte, die in die ausschließliche Zuständigkeit der Regierung oder des Parlaments fallen.





