Wie Videospiele dazu beitragen können, die Gesundheit älterer Menschen in Luxemburg zu schützen

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Das Forschungsprojekt „Flux2“ wurde in Luxemburg ins Leben gerufen, um das Sturzrisiko bei älteren Menschen zu verringern und ihnen zu helfen, länger selbstständig zu bleiben. Das Programm wurde vom Gerontologiezentrum GERO in Zusammenarbeit mit der Universität Luxemburg, dem LUNEX-Institut und dem Fitnesspartner CK entwickelt. Das Projekt wird vom Ministerium für Familienangelegenheiten und der Großherzogin-Charlotte-Stiftung finanziell unterstützt. Der Schwerpunkt der Initiative ergibt sich aus der Tatsache, dass Luxemburg zu den Ländern gehört, in denen Stürze bei älteren Menschen nach wie vor ein ernstes medizinisches und soziales Problem darstellen.
Die Flux2-Methode unterscheidet sich erheblich von der herkömmlichen Physiotherapie. Auf den ersten Blick ähneln die Trainingseinheiten einer Reihe von Computerspielen, basieren jedoch auf einem wissenschaftlich erprobten System zur Förderung kognitiver Fähigkeiten. Die Teilnehmer absolvieren spezielle Aufgaben, die darauf ausgelegt sind, die Aufmerksamkeit und Reaktionsgeschwindigkeit zu testen. Ein Beispiel ist ein Sprachspiel, bei dem die Spieler ein neues Wort bilden müssen, indem sie ausschließlich den zweiten Buchstaben des vorherigen Wortes verwenden – eine Aufgabe, die ein hohes Maß an geistiger Konzentration erfordert.
Neben der kognitiven Stimulation spielt auch körperliche Bewegung eine wichtige Rolle. Eine spezielle Kamera erfasst die Bewegungen der Person und zeigt sie sofort auf einem Bildschirm an. Dadurch wird das Training zu einem ganzheitlichen Prozess, bei dem ältere Menschen ihr Gleichgewicht halten, ihre Bewegungen koordinieren und schnell auf visuelle Reize reagieren müssen.
Obwohl die endgültigen Ergebnisse der Wirksamkeitsstudie des Programms erst in zehn Wochen veröffentlicht werden, stellen die Organisatoren bereits positive Fortschritte fest. Viele Teilnehmer, die zuvor Stürze erlebt hatten oder diese verhindern wollten, gewinnen nicht nur an körperlicher Stabilität, sondern auch an Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten.




