Für die Verkaufsstelle in Echternach wurde grünes Licht gegeben

Peter Herrmann, Unsplash
Der Gemeinderat von Echternach hat den ersten konkreten Schritt zur Einrichtung eines Fachgeschäfts im Stadtzentrum unternommen, dessen Schwerpunkt auf Sport- und Freizeitartikeln liegt. Am Montag wurden die ersten sieben Mietverträge mit Stimmenmehrheit genehmigt; der Gemeinderat plant, diese Räumlichkeiten zu nutzen, um bekannte Marken anzusiedeln.
Gemäß dem genehmigten Plan wird das Projekt in zwei Phasen umgesetzt. Bis Juni 2027 zahlt die Stadt den Grundstückseigentümern eine reduzierte Miete und nutzt die Flächen für temporäre Pop-up-Läden. Nach diesem Zeitpunkt gelten die vollen Marktmieten; bis dahin rechnet die Stadt damit, feste Betreiber aus dem Outlet-Sektor gewonnen zu haben.
Die Vertragsbedingungen variieren je nach Lage und Größe der Räumlichkeiten. So zahlt die Stadt beispielsweise für eine 250 m² große Fläche an der Place du Marché in der ersten Phase 3.000 € pro Monat und in der zweiten Phase 5.000 €. Eine 100 m² große Immobilie in der Rue de la Gare wird der Stadt hingegen in der Anfangsphase kostenlos zur Verfügung gestellt; danach steigt die Miete auf 2.150 €.
Trotz des Optimismus der Koalition aus DP und LSAP stieß der Vorschlag bei den Grünen (déi gréng) auf scharfe Kritik. Der Abgeordnete Christophe Origer wies auf das Fehlen von Sicherheitsvorkehrungen in den Verträgen hin: Sollten Marken bis zum Sommer 2027 kein Interesse an einer Untervermietung zeigen, wäre die Gemeinde gezwungen, die vollen Kosten für die leerstehenden Räumlichkeiten aus Steuergeldern zu tragen.
Carole Hartmann, Bürgermeisterin von Echternach, räumte die finanziellen Risiken ein, betonte jedoch, dass es sich hierbei um eine bewusste politische Entscheidung handele, die auf die Wiederbelebung des Stadtzentrums abziele. Sie wies zudem Behauptungen zurück, wonach das Pop-up-Shop-Konzept nach Juni 2027 nicht mehr möglich sein werde – ihrer Aussage nach werde die Stadt bei der Verwaltung der Flächen flexibel bleiben, falls die Outlet-Strategie mehr Zeit erfordern sollte.





