17 % der Jugendlichen in Luxemburg betrachten KI als ihren Freund

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Das luxemburgische Ministerium für nationale Bildung, Kinder und Jugend hat eine groß angelegte Kampagne unter dem Titel „AI ≠ Human“ gestartet. Das von Minister Claude Meisch vorgestellte Projekt zielt darauf ab, einen kritischen Umgang mit Chatbots zu fördern, und betont, dass künstliche Intelligenz lediglich ein Werkzeug und kein vollwertiger Gesprächspartner ist. Dem Minister zufolge verbirgt sich hinter der aktiven Nutzung von KI oft ein tiefes Gefühl der Einsamkeit, das durch die Technologie lediglich verdeckt wird und so eine gefährliche Illusion von Präsenz erzeugt.
Die Kampagne wurde auf der Grundlage von Daten aus der Studie „BEE SECURE Radar 2026“ ins Leben gerufen. Dem Bericht zufolge interagieren bereits 96 % der Jugendlichen im Alter von 12 bis 16 Jahren mit neuronalen Netzen, und ein Viertel der Befragten tut dies täglich. Experten sind besonders besorgt über die qualitativen Indikatoren: 20 % der Jugendlichen wenden sich an Chatbots, um Einsamkeit zu vermeiden, und 5 % glauben, dass KI die persönliche Kommunikation durchaus ersetzen könnte. Etwa die Hälfte der Befragten bittet Algorithmen regelmäßig um persönliche Ratschläge und teilt dabei Informationen mit, die sie ihren Nächsten nicht anvertrauen würden.
Die Organisatoren der Kampagne weisen auf die wichtigsten Risiken hin, die mit einem unregulierten Umgang mit künstlicher Intelligenz verbunden sind:
Soziale Isolation
Verwischung der Grenzen
Erhebung personenbezogener Daten
Kognitive Abhängigkeit
Eine emotionale Barriere
Das visuelle Symbol der Initiative ist ein Roboter namens René, der weiterführende Schulen im ganzen Land besuchen wird. Diese Figur hilft jungen Menschen, den Unterschied zwischen Computercode und einem Menschen klar zu erkennen, und vermittelt diejenigen, die Unterstützung benötigen, an professionelle Psychologen des Zentrums für psychosoziale und schulische Unterstützung (CePAS).
Die Kampagne „AI ≠ Human“ läuft bis Juni 2026 und wird auf Instagram, TikTok und YouTube durchgeführt. Das Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit der Nationalen Studentenkonferenz (CNEL) umgesetzt, deren Vertreter zuvor ihre Besorgnis darüber geäußert hatten, dass sich viele ihrer Altersgenossen aufgrund von Schwierigkeiten, mit ihrem Umfeld in Kontakt zu treten, der KI zuwenden. Die Kernbotschaft der Regierung bleibt unverändert: KI kann zuhören, aber sie kann nicht fühlen.





