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Die Europäische Union hat Luxemburgs Rentenreform kritisiert

Zuletzt aktualisiert
29.07.26
Pensions in Luxembourg

Getty Images

Die am 1. Januar 2026 in Luxemburg verabschiedete Rentenreform, die eine Anhebung der Sozialversicherungsbeiträge der Arbeitnehmer von 24 Prozent auf 25,5 Prozent sowie eine schrittweise Anhebung des Renteneintrittsalters vorsah, erwies sich als unzureichend, um die langfristige finanzielle Tragfähigkeit des Systems zu gewährleisten. In einem Sonderbericht bezeichnete der Europäische Rat diese Maßnahmen als zu milde. Nach Berechnungen der Aufsichtsbehörde droht dem wichtigsten Rentenfonds des Landes ohne ein nachhaltiges jährliches Beschäftigungswachstum von 2 bis 3 Prozent bereits 2029 ein Defizit, während Experten der Idea Foundation davon ausgehen, dass ein Defizit bis 2031 entstehen wird.

Demografische Veränderungen und die ineffiziente Nutzung des Arbeitskräftepotenzials der älteren Generation sind nach wie vor die Hauptursachen für das wachsende Ungleichgewicht. Insbesondere liegt die Erwerbsquote der 55- bis 64-Jährigen in Luxemburg bei lediglich 51,9 Prozent und damit deutlich unter dem Durchschnitt der Europäischen Union (69,5 Prozent). Gleichzeitig gehen die Einwohner früher in den Ruhestand und verbringen durchschnittlich 25,2 Jahre im Ruhestand, verglichen mit 21,3 Jahren in den EU-Ländern. In Verbindung mit hohen Rentenzahlungen belastet dieser Trend den Staatshaushalt erheblich.

Der Europäische Rat empfiehlt den Behörden nachdrücklich, die Möglichkeiten für den Vorruhestand einzuschränken und die Beschäftigung älterer Menschen zu fördern. Statistiken zeigen, dass sich die Zahl der Rentner im Land zwischen 2005 und 2025 fast verdoppelt hat und damit stärker gestiegen ist als die Zahl der Beitragszahler. Analysten schätzen, dass sich die von der Regierung beschlossenen Maßnahmen langfristig als unzureichend erweisen werden und dass sich das neue Kabinett nach den Wahlen 2028 Anfang der 2030er Jahre erneut mit der Reform des Systems befassen und sich zwischen einer Kürzung der Leistungen und einer weiteren Erhöhung der Steuerlast entscheiden muss.

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29.07.26

Fotos aus diesen Quellen: Getty Images

Autoren: Alex Mort