Die Toiletten in Schulen bleiben getrennt.

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Das luxemburgische Bildungsministerium hat angesichts der hitzigen öffentlichen und politischen Debatte Klarheit über das Projekt zur Ausstattung neuer staatlicher Schulen mit sanitären Einrichtungen geschaffen. In einer am Montag veröffentlichten Pressemitteilung bestätigte das Ministerium, dass das Pilotprojekt drei Optionen umfassen wird: getrennte Toiletten für Mädchen, getrennte Toiletten für Jungen und geschlechtsneutrale Kabinen, die für alle Schüler zugänglich sind.
Bildungsminister Claude Meisch hatte diese Position bereits in einem Interview mit RTL dargelegt, doch die erste Vorstellung der Initiative vor dem parlamentarischen Ausschuss Ende Januar sorgte für Verwirrung. Einige Abgeordnete und Bürger hatten den Eindruck gewonnen, dass künftige Sekundarschulgebäude ausschließlich mit Unisex-Toiletten ohne die traditionelle Trennung nach Geschlechtern ausgestattet werden könnten.
Die Unsicherheit löste heftige Reaktionen aus, auch innerhalb der Regierungskoalition. Vertreter der Christlich-Sozialen Volkspartei (CSV), einem Koalitionspartner der Regierung, zeigten sich Berichten zufolge überrascht und äußerten öffentlich ihre Ablehnung gegenüber der Idee, separate Sanitäranlagen vollständig aufzugeben.
Das Ministerium betont, dass ein solches Szenario nie in Betracht gezogen wurde. Geschlechtsneutrale Toiletten sind als zusätzliche Option gedacht, um den vielfältigen Bedürfnissen der Schulgemeinschaft Rechnung zu tragen, aber nicht, um die vertraute und grundlegend wichtige Infrastruktur zu ersetzen. Auf diese Weise versuchen die Behörden, bestehende Normen zu bewahren und gleichzeitig soziale Spannungen rund um ein Thema zu verringern, das sich als viel sensibler erwiesen hat als ursprünglich angenommen.





