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Luxtoday

Petition gegen Tierausbeutung sammelte über tausend Unterschriften an einem Tag

Zuletzt aktualisiert
06.02.26
Stray dogs Luxembourg

Sheldon Kennedy, Unsplash

Eine Gruppe luxemburgischer Bürger wandte sich in einem offenen Brief an die Behörden und Medien und prangerte die systematische Ausbeutung und grausame Behandlung von Tieren an, die für Betteleien auf der Straße eingesetzt werden. Dies betrifft in erster Linie Hunde, die laut Augenzeugenberichten stundenlang an öffentlichen Orten ohne Bewegung oder Kontakt zu Menschen gehalten werden, manchmal sogar ohne Wasser oder Futter.

Den Verfassern des Appells zufolge werden solche Fälle regelmäßig aus mehreren Gemeinden gemeldet, darunter Differdange, Esch-sur-Alzette, Rodange, Capellen und Luxemburg. Zeugen beschreiben die Tiere als apathisch und desorientiert, und in einigen Fällen besteht der Verdacht, dass Medikamente eingesetzt wurden. Besonders besorgniserregend sind Berichte über Hunde, die „verschwinden” und durch andere ersetzt werden, was laut Bürgern auf die Existenz organisierter Netzwerke hindeuten könnte.

Die Autoren betonen, dass ihre Initiative nicht gegen Obdachlose oder Menschen in prekären sozialen Situationen gerichtet ist. Sie erklären ausdrücklich, dass Armut kein Verbrechen ist. Ihrer Ansicht nach kann jedoch keine soziale Situation das Leiden von Tieren rechtfertigen.

Vor dem Hintergrund der angeblich unzureichenden Reaktion auf zahlreiche Berichte und Beschwerden wurde die Bürgerinitiative Nr. 3921 bei der Abgeordnetenkammer (Chambre des Députés) eingereicht. Ihr Ziel ist es, den Tierschutz zu stärken, mögliche Ausbeutungsnetzwerke zu bekämpfen und eine öffentliche Debatte über Formen des regulierten und „respektvollen“ Bettelns anzustoßen. In weniger als einem Tag und ohne jegliche Medienberichterstattung sammelte die Petition 1.048 Unterschriften, allein durch die Mobilisierung der Bürger, was die Verfasser als Indikator für das öffentliche Interesse an diesem Thema betrachten.

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06.02.26

Fotos aus diesen Quellen: Sheldon Kennedy, Unsplash

Autoren: Alex Mort